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Labyrinth soll es in neuer Form geben

Seine Weinfest-Installation kann Künstler Reinhard Zabka dieses Jahr nicht auf der Elbwiese bei Altkötzschenbroda aufbauen. Es ist jedoch ein Ersatz geplant.

Ein Labyrinth als kompakte Installation ist nicht möglich.
Ein Labyrinth als kompakte Installation ist nicht möglich. © Norbert Millauer

Radebeul. Die Nachricht vom Aus für die Labyrinth-Pläne zum diesjährigen Radebeuler Herbst- und Weinfest an der Elbe sorgt bei Künstler und Lügenmuseumsleiter Reinhard Zabka für Verwirrung. Von einer Falschmeldung spricht er gar und sagt, dass er sich in Verhandlungen mit dem städtischen Kulturamt befinde. Er geht fest davon aus, dass er auch dieses Jahr wieder eine Kunstinstallation aufbauen kann und auch werde.

Der Aufregung liegt wohl ein Missverständnis zugrunde. Kulturamts-Sprecherin Ina Dorn teilte am vorigen Freitag mit, dass das Labyrinth in diesem Jahr nicht aufgebaut werde. 

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Damit gemeint ist das begehbare Holzlabyrinth, das traditionell zum Weinfest und Wandertheaterfestival auf der Elbwiese Altkötzschenbroda steht und beim großen Finale in Flammen aufgeht - so im vorigen Jahr zum 20. Mal. 

Doch wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Hygieneauflagen wird es das Labyrinth in dieser bekannten Form dieses Jahr nicht geben und auch nicht auf der Elbwiese Altkötzschenbroda stehen.

Da Großveranstaltungen derzeit untersagt sind, sucht das Kulturamt der Lößnitzstadt nach Konzepten, wie das Weinfest dennoch ermöglicht werden kann. Bislang tummelten sich die Menschenmassen rings um den Dorfanger Altkötzschenbroda.

 Doch das geht wegen Corona dieses Jahr nicht. Deshalb soll es dieses Mal viele Veranstaltungsorte im Stadtgebiet geben, damit sich auch die Besucherströme verteilen und so der Mindestabstand gewahrt werden kann.

„Wir sind noch sehr am Anfang der Planung“, informiert Kulturamts-Sprecherin Dorn. Als einen neuen Veranstaltungsort haben die Weinfestorganisatoren die Serkowitzer Elbauen ins Auge gefasst. 

Dabei handelt es sich um die große Wiese links neben der sogenannten Panzerstraße, der ehemaligen Zufahrt zur einstigen Elbfährstelle. Konzerte von Folk- und Weltmusikern sind auf dem Areal angedacht. Und Zabka könne dort einzelne Skulpturen in der Landschaft aufstellen, so Dorn.

Von losen Skulpturen möchte Zabkas Projektpartnerin Juliane Vowinckel dagegen nicht sprechen. Sie besteht auf den Begriff „Labyrinth“ beziehungsweise „labyrinthartige Installation“, die an die jetzigen Hygieneauflagen angepasst und damit weitläufiger als früher sowie von verschiedenen Stellen aus betretbar sei. 

Das Weinfest-Labyrinth wird es somit an einem neuen Ort und in einer neuen Form geben. Zudem soll es nicht nur über ein Wochenende, sondern bereits ab Ende August stehen.

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