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Dresden

Lachen für den Weltfrieden

Die Humor-Expertin Romy Einhorn lädt für Sonntag zum gemeinsamen Kichern an die Elbwiesen ein. Gute Laune ist nicht zwingend erforderlich. 

Was gibt‘s denn da zu lachen? Manchmal gar nichts, aber schaden kann es (fast) nie, sagt
Romy Einhorn.
Davon will sie nun auch die Dresdner überzeugen.
Was gibt‘s denn da zu lachen? Manchmal gar nichts, aber schaden kann es (fast) nie, sagt Romy Einhorn. Davon will sie nun auch die Dresdner überzeugen. © PR

Es braucht nicht immer einen Grund zum Lachen. Manchmal reicht es auch, nur die Mundwinkel nach oben zu ziehen und zu warten, was passiert. „Die Glückshormone werden ganz automatisch ausgeschüttet“, sagt Romy Einhorn. „Der Körper kann nicht unterscheiden, ob es ein echtes Lachen ist oder nicht.“ Die 51-jährige Freibergerin muss es wissen. Sie ist zertifizierte Humortrainerin und Expertin für Lachyoga. Außerdem tritt sie seit vielen Jahren als Komikerin auf.

Zum weltweiten Tag des Lachens am Sonntag hat Romy Einhorn nun Großes vor. Sie will die Dresdner zum Grinsen, Kichern und Wiehern bringen. Einfach so. Ganz kostenlos – aber nicht umsonst, wie sie betont. Treffpunkt ist 13.30 Uhr auf den Elbwiesen in Höhe des Japanischen Palais. Mitgebracht werden muss nichts – noch nicht einmal gute Laune. „Sie sind alle herzlich eingeladen, mitzulachen und das Lachen weiterzugeben“, sagt sie. Nach einer kurzen Einweisung soll es schnell losgehen. Auch Zuschauer dürfen sich gern blicken lassen.

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Der Weltlachtag wurde einst vom Begründer des Lachyogas, Madan Kataria, ins Leben gerufen. Seine Idee: Zu einer bestimmten Zeit sollen am ersten Sonntag im Mai Menschen auf der ganzen Welt gemeinsam für den Weltfrieden lachen und so die Fröhlichkeit rings um die Erde tragen. In Deutschland ist diese Zeit 14 Uhr.

Mit dem gemeinsamen Lachen wird die Mission von Romy Einhorn aber noch lange nicht beendet sein. „Ich habe eine Vision von Dresden als freundlicher Stadt mit freundlichen Menschen und freundlichen Unternehmen mit lächelnden, entspannten Mitarbeitern“, sagt sie. Gern würde sie mit ihren Workshops dazu beitragen, dieser Vision näher zu kommen.

Aber kann man Humor denn lernen? Den richtigen Umgang damit auf jeden Fall, sagt sie. Sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, sei oft eine wichtige Voraussetzung für eine gute Kommunikation. Auch das Thema Schlagfertigkeit gehöre dazu.

Romy Einhorn ist nicht lächelnd auf die Welt gekommen. Zu DDR-Zeiten ließ sie sich zunächst zur technischen Zeichnerin ausbilden, war dann Erzieherin in einem Hort und wollte eigentlich Lehrerin werden. Stattdessen hing sie nach der Wende noch eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau dran und schrieb hier und da Beiträge für Zeitungen, bis Freunde eines Tages ihr komisches Talent entdeckten. „Damit musst du öffentlich auftreten“, hätten sie nach einer spontanen Einlage auf einer Feier zu ihr gesagt. Und diesem Rat sei sie gefolgt. Inzwischen hat sie sich im Erzgebirge einen Namen gemacht und werde regelmäßig als Klofrau Elly oder in einer ihrer anderen Rollen für Geburtstage und Unternehmensfeiern gebucht. An einem eigenen Bühnenprogramm arbeitet sie gerade.

„Die Comedy hat mir erst die Augen dafür geöffnet, was man mit Lachen alles erreichen kann“, sagt die selbst ernannte Humor- und Lachinfluencerin. Es kräftige die Atemwege, stärke das Immunsystem und rege die Verdauung an. Unangenehme Nebenwirkungen: keine. Dafür sei es aber äußerst ansteckend.

Weltlachtag: Sonntag 13.30 bis 14.15 Uhr an den Elbwiesen, Höhe Japanisches Palais. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Lächeln kann mitgenommen werden.