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Lärmschutz am Neumarkt ungeklärt

Die Stadt verspricht, das Problem der nicht zu öffnenden Fenster zu lösen. Nur wie, ist völlig unklar.

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Gibt es eine Hoffnung für den Neumarkt? Heute wird Stadtentwicklungsbürgermeister Jörn Marx (CDU) mit Dresdens Baywobau-Chef Berndt Dietze über den Schallschutz hinter dem Kulturpalast sprechen. Die Baywobau möchte das Grundstück an der Schloßstraße bebauen. Die Verkaufserlöse hat die Stadt bereits in ihrem Finanzhaushalt eingeplant.

Doch die Stadt erschwert derzeit alle Baupläne. Sie verlangt eine sogenannte Festverglasung, das heißt, die Bauherren sollen Fenster einbauen, die nicht zu öffnen sind. Stattdessen sind umfangreiche Klimaanlagen vorgesehen. Mit dieser investorenfeindlichen Auflage lassen sich aber auch die Wohnungen deutlich schlechter verkaufen oder vermieten. Die Einschränkungen treffen die Bauherren von vier Grundstücken im Umfeld des Kulturpalastes. Grund für die Festlegungen der Stadt ist der Lärm, der nachts entsteht, wenn nach den Konzerten die Bühnentechnik abgebaut und abtransportiert wird.

Nach einem Dreivierteljahr Streit sei Marx nun an einer schnellen Lösung gelegen, versichert seine Referentin. Sie bittet jedoch um Verständnis, dass er mögliche Details nicht zuvor kommunizieren wolle. Auch die Übernahme zusätzlicher Kosten sei noch offen.

Auf der Neumarkt-Fläche direkt hinter dem Kulturpalast hat das Häusergeviert von Bauherrn Michael Kimmerle schon fast die endgültige Höhe erreicht. Doch bis gestern wusste Kimmerle noch nichts von einer möglichen Lösung. (SZ/kle/two)