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Läuft ein Brandstifter durch Olbersdorf?

Wieder hat ein Unbekannter im Ort Feuer gelegt. Gibt es zwischen den Bränden einen Zusammenhang?

Ein Haufen Müll vor der Tür zeugt noch vom Kellerbrand im Olbersdorfer Wohngebiet.
Ein Haufen Müll vor der Tür zeugt noch vom Kellerbrand im Olbersdorfer Wohngebiet. © Foto: Matthias Weber

Diesmal bricht das Feuer im Keller eines Neubaublocks in der Grundbachtal-Siedlung aus. Jemand setzt am Sonntagabend Sperrmüll und Kinderspielzeug in Brand. Die Ermittler der Görlitzer Kriminalpolizei sind sich schnell sicher, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden sein muss.

Läuft in Olbersdorf etwa ein Brandstifter herum? Im vorigen Sommer waren zwei Heu- und Strohlager in Brand gesteckt worden und hatten sich zu Großbränden entwickelt. Auch davor und danach brannte es immer wieder mal im Ort. Einen Zusammenhang zwischen den Bränden will die Polizei weder bestätigen noch dementieren. "Die Frage kann gegenwärtig nicht beantwortet werden", sagt die Pressesprecherin der Polizeidirektion Anja Leuschner. Man müsse die weiteren Ermittlungen abwarten.

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Bisher ist noch keiner der Brände aufgeklärt. Auch die Ermittlungen zu den beiden großen Strohlagerbränden im vorigen Sommer dauern weiter an. Die Polizei hatte dort anfangs einen 19-Jährigen im Verdacht, will aber derzeit nicht preisgeben, ob und inwieweit dieser Verdacht noch besteht. Auch über Zusammenhänge zu früheren Bränden im Bereich der Grundbachsiedlung könne im Moment nichts gesagt werden, so die Sprecherin. 

Dafür, dass der Brand vom Sonntagabend möglicherweise fremdenfeindlich motiviert war, gebe es keine Anhaltspunkte. In dem Haus, in dem das Feuer ausgebrochen war, lebt seit November eine von acht Familien aus Tschechien, die die Kommunale Wohnungsverwaltung als Mieter im Nachbarland geworben hatte. Nicht allen langjährigen Mietern im Wohngebiet gefällt das. Aber gerade mit der Familie in diesem Haus gebe es keine Probleme, heißt es von der KWV.

Der jüngste Kellerbrand in der Grundbachsiedlung hat einen Schaden von mehr als 10.000 Euro verursacht. Alle Mieter hatten am Abend vorsichtshalber das Haus verlassen müssen, weil noch eine Schadstoffmessung vorgenommen werden musste. Sie mussten die Nacht im Betreuten Wohnen verbringen und konnten erst am darauffolgenden Vormittag in ihre Wohnungen zurückkehren. (SZ/ju)

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