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Landesgymnasium räumt Internat

Die Schule für Hochbegabte hat alle Jugendlichen nach Hause geschickt und profitiert jetzt von langjähriger Übung.

Das Landesgymnasium St. Afra in Meißen.
Das Landesgymnasium St. Afra in Meißen. © Claudia Hübschmann

Meißen. Gähnende Lehre herrscht am Montag im Internat und Schulgebäude des sächsischen Landesgymnasiums. Seit Freitag habe man intensiv daran gearbeitet, die Abreise der Schüler zu organisieren.

Immerhin ging es darum, rund 150 Jugendliche geordnet und mit den Eltern abgestimmt in ihre Wohnorte zu schicken, welche über Deutschland verteilt sind, so Sprecher Jakob Polak. Das Landesgymnasium unterscheidet sich im Vergleich zum Gymnasium Franziskaneum durch die Unterbringung der Schüler im Internat. 

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Auf dem nach der Wende neu erbauten Campus hinter dem klassizistischen Gebäude der Fürstenschule leben Schüler und Betreuer in Internatshäusern zusammen. Sie verbringen nicht nur den Schul-, sondern auch den häuslichen Alltag miteinander. Dies dürfte den Entschluss zur Schließung des Campus befördert haben.

Nach Angaben von Sprecher Jakob Polak haben die Eltern viel Verständnis für die jetzt ergriffene Maßnahme gezeigt. Sie hätten die Schüler entweder selbst abgeholt, oder sich um die Reise mit Bus und Bahn in den Heimatort gekümmert.

In einer Dienstberatung am Montag ist im Anschluss geklärt worden, wie ein Unterricht trotz der weit auseinanderliegenden Wohnorte der Jugendliche zu organisieren ist. „Wir haben uns entschieden, den Lernplan nach dem wöchentlichen Stundenplan zu gestalten“, so Jakob Polak. Auf diese Weise sei sichergestellt, dass die Schüler nicht mit einem Mal durch ein übergroßes Aufgabenvolumen überfordert würden. „Sie bekommen die Aufträge sozusagen häppchenweise serviert“, so Polak.

Zum Verteilen der Aufgaben und Kontrollieren des Lernforschritts greift das Landesgymnasium nach Angaben seines Sprechers auf die bereits bewährte sächsische Lernplattform Lernsax zurück. Mit diesem Programm habe man bereits in den vergangenen Jahren viel gearbeitet und gute Erfahrungen gesammelt, so Polak.

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SZ-Informationen zufolge gibt es momentan einige Probleme mit dem Zugriff auf das Portal. Schulen, welche diese Möglichkeit bislang noch nicht nutzten, haben sich massiv neu angemeldet. Dadurch gelangt die Plattform möglicherweise an Grenzen. Das Landesgymnasium zeigte sich am Montagnachmittag jedoch optimistisch, dass diese Schwierigkeiten von Informatikern des Freistaats in den nächsten Wochen gelöst werden können.

Wie bereits im laufenden Schuljahresplan vorgesehen, ist nach derzeitigem Stand geplant, das Landesgymnasium am 20. April wieder in den Internatsbetrieb gehen zu lassen.

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