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Weißwasser

Landgericht verurteilt Vergewaltiger

Ein junger Weißwasseraner muss für mehrere Jahre hinter Gitter. Außerdem steht ein Entzug an.

© Jörg Schubert

Besonders schwerer Missbrauch von Kindern und besonders schwere Vergewaltigung – wegen dieser Delikte hat das Landgericht Görlitz einen 19-Jährigen Weißwasseraner verurteilt. Drei Jahre Haft hieß es am Ende einer Verhandlung, die gegen den Heranwachsenden von der Verlesung der Anklage an unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt wurde. „Der Mann wird zudem in einer Entziehungsanstalt untergebracht“, sagt Landgerichtssprecher Jörg Küsgen. Der Verurteilte hatte mit Drogen und Alkohol zu tun.

Ab 2017 hatte der heute 19-Jährige eine Beziehung zu einem 13-jährigen Mädchen. Aus der Verbindung ging 2019 ein Kind hervor. Außerdem habe er eine junge Frau in seiner Wohnung – unter Ausnutzung der starker Alkoholisierung des Opfers – brutal vergewaltigt. Das war im August 2018. „Die Frau wurde dabei so schwer verletzt, dass sie eine Woche lang stationär im Krankenhaus behandelt werden musste“, schildert Jörg Küsgen.

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Der 19-Jährige wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt. Für einen Erwachsenen hätte das Urteil nicht unter einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren gelegen. Für den Heranwachsenden lag die Urteilsspanne im Falle eines Schuldspruchs zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Wegen der möglichen vorzeitigen Entlassung des Verurteilten nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe könnte der Verurteilte sofort in eine Entziehungsanstalt eingeliefert und nach erfolgreicher Behandlung direkt entlassen werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es wurde Revision eingelegt. Das Urteil wird jetzt vom Bundesgerichtshof ohne eine erneute Beweisaufnahme auf Rechtsfehler überprüft. Das kann einige Monate in Anspruch nehmen.

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