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Landkreis verlangt Zufahrt

Wenn ein Kletterer verunglückt oder es brennt, dann müssen Rettungskräfte schnell sein. An den Bärensteinen unmöglich.

Von Heike Wendt

Mit den Schranken am privaten Waldstück an den Bärensteinen bei Thürmsdorf beschäftigt sich mittlerweile auch der Landkreis. Über die Absperrung der Zufahrt wurde das Referat Rettungswesen durch die Bergwacht Bad Schandau informiert. Da diese Region ein Klettergebiet ist, sindHilfseinsätze der Bergwacht grundsätzlich nicht auszuschließen. Gleiches gilt für die kommunale Feuerwehr sowie den Rettungsdienst.

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„Waldbesitzerin Annegret Jesser-Wickel wurde von uns angeschrieben und gebeten, für Notfalleinsätze der Bergwacht, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes Schlüssel für die Schranken bereitzustellen“, informiert Steffen Klemt, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz auf Nachfrage. Eine Antwort der Waldeigentümerin stehe noch aus.

Angestrebt wird eine Lösung analog zum Beispiel den Wegsperren im Elbtal, wo Schlüssel für die Schranken mit Protokoll an die Hilfsorganisationen weitergeleitet wurden, um im Bedarfsfall schnell handeln zu können und Missbrauch auszuschließen. Möglich wäre alternativ auch der Einbau von Universalschlössern an den Schranken, für die Feuerwehr und Rettungsdienst einen Schlüssel haben. „Das wird bei anderen Schranken so gehandhabt, sodass wir jederzeit im Brandfall zum Einsatz kommen können“, sagt Struppens Feuerwehrchef Frank Göhler.

Die Schranken an den Bärensteinen waren im Mai kurz vor dem geplanten Waldgottesdienst zu Himmelfahrt aufgestellt worden. Die Waldbesitzerin hatte ihre Genehmigung für die Veranstaltung verweigert. Der Gottesdienst fand trotzdem statt. Er wurde kurzfristig verlegt und wurde am Schloss Thürmsdorf veranstaltet.