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Landkreis will Kiesdorfs Straße erneuern

Die Kreisstraße durch Kiesdorf ist in einem enorm schlechten Zustand. Das weiß auch der Kreis und macht Hoffnung.

Von Anja Beutler

Bei der Sache mit der Straße durch Kiesdorf musste Siegfried Pfalz unbedingt noch mal nachhaken: In der jüngsten Gemeinderatssitzung forderte der SPD-Gemeinderat Bürgermeister Christian Hänel auf, einen Brief an den Landkreis zu schreiben. „Die Straßenmeisterei hat jetzt vor Ort erst wieder gesehen, wie desolat der Zustand ist, nun müssen wir Druck machen“, betonte Pfalz. Er hatte erfahren, dass auch die Straßenexperten den Zustand skeptisch sehen: eine Steilvorlage in seinen Augen.

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In der Tat ist die Kreisstraße mit der Nummer K 8617 seit Langem stark sanierungsbedürftig. Die Straße führt von der S 128, die von Schönau-Berzdorf aus nach Hagenwerder verläuft, bis zur S 129, die Bernstadt mit Ostritz verbindet. Und sie geht mitten durch den Ort, betont Pfalz. Gerade hier sei der Zustand dringend verbesserungswürdig.

Ob es nun der Brief war, den Bürgermeister Hänel (parteilos) tatsächlich an Kreis-Bauamtsleiter Dieter Peschel abgesandt hatte, ist nicht bewiesen. Fest steht aber, dass der Landkreis tatsächlich erkannt hat, wie dringlich die Lage auf dieser Kreisstraße ist: Risse in der Fahrbahnoberfläche, erhebliche Verwerfungen und Tragfähigkeitsschäden kennzeichneten das Bild der Straße, bestätigt die Pressesprecherin des Landkreises, Marina Michel auf Nachfrage. Und das, obwohl das zuständige Straßenbauamt immer wieder bestrebt war, Probleme zu beheben und zu reparieren. Doch das reicht nicht mehr – das haben die Mitarbeiter der Straßenmeisterei, die einmal wöchentlich das zu pflegende Straßennetz abfahren, bereits deutlich gemacht. So hat der Kreis dieses Sanierungsvorhaben auch bereits in seine mittelfristigen Planungen aufgenommen: Konkret heißt das, für die Kiesdorfer könnte 2016 und 2017 eine Straßensanierung ins Haus stehen. Und zwar abschnittsweise.

Im kommenden Jahr, so betonte Frau Michel, werde das Amt für Hoch- und Tiefbau des Landkreises die entsprechenden Planungen vornehmen. Klar sei jetzt schon, dass innerorts ein grundhafter Ausbau – also eine Erneuerung von Grund auf – zwingend erforderlich sei, teilte die Pressesprecherin mit. Außerhalb der Ortschaft sind Instandsetzungsarbeiten vorgesehen.

Für Bürgermeister Christian Hänel ist dies eine frohe Botschaft, die ihn tatsächlich hoffen lässt. Seine Gemeinderäte – vor allem die Kiesdorfer – sind allerdings jetzt schon ein Stück weiter. Sie grübelten bereits über eine Umleitungsstrecke, wenn dann in ihrem Ort tatsächlich die Straße gebaut werde. Bürgermeister Hänel ist da optimistisch: Der Landkreis wähle die Umleitungsstrecken je nach Straßenklasse mit Bedacht. Natürlich werde er darauf Acht geben, dass durch die Umleitung nicht die nächste Straße im Ort so stark leidet, dass sie danach ein Fall für die Sanierung ist.