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Großenhain

Landkreis will neue Rettungswache in Großenhain

Das Provisorium der Malteser im Gewerbegebiet Zschieschen soll enden. Denn der Kreis will weiter nördlich neu bauen.

Zwischen Hohe Straße und Alter Weidweg soll die Rettungswache mit Lagerhalle entstehen.
Zwischen Hohe Straße und Alter Weidweg soll die Rettungswache mit Lagerhalle entstehen. © Anne Hübschmann

Großenhain. Die Rettungswache an der Bobersbergstraße war einmal. Das DRK ist mit dem Rettungsdienst jetzt in Großenhain nicht mehr betraut. Die Malteser übernahmen diese Aufgabe und haben einen provisorischen Standort im Gewerbegebiet Zschieschen bezogen. 

Doch der Landkreis will neu bauen. Dieser Ersatzneubau in Großenhain soll zwischen Hohe Straße und Alter Waidweg im Stadtteil Naundorf erfolgen. Einem vorhabenbezogenen B-Plan hat der Stadtrat jetzt zugestimmt. Um auch die nördlichen Ortsteile in den vorgegebenen zwölf Minuten erreichen zu können, sei dies zu begrüßen, hieß es von Stadtbaudirektor Tilo Hönicke. 

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Die nächsten Rettungswachen liegen in Meißen und Riesa. Es sei Wunsch und Interesse der Stadt an der Ansiedlung der neuen Rettungswache mit Lagerhalle an diesem Standort, der dem Landkreis gehört, so Hönicke. Bislang diente das Grundstück als Lagerfläche für die daneben befindliche Straßenmeisterei. Bestehende Gebäude werden dafür abgerissen.

Der Landkreis hat für die Aufgabe einen Anforderungskatalog erstellt. Dieser sieht ein teilweise zweigeschossiges Gebäude vor, rund 40 Meter lang, elf Meter breit und circa acht Meter hoch. Es soll parallel zur Bebauung an der Straße des Friedens errichtet werden. Der Ersatzbau soll insgesamt 43 Mitarbeitern, davon 30 männlichen, als Arbeitsort dienen. 

13 Mitarbeiter zur Tagschicht und sechs in der Nacht sollen hier ihren Dienst tun. Die Innenräume sind fast ausschließlich mit natürlicher Beleuchtung und Belüftung ausgestattet. Fünf Einsatzfahrzeuge plus vier Reservefahrzeuge in einer überdachten Kalthalle werden vorgehalten. Auch eine Desinfektionsgarage ist vorgesehen. 

Zudem wird die Wache mit einer stationären Notstromanlage mit Netzausfallautomatik ausgestattet. Technologisch und hygienisch wird der Bau wie die neue Rettungswache Radebeul betrieben, die zurzeit im Bau ist. 

Die Zufahrt ist vom Alten Waidweg her geplant. Auch wenn es sich hier um den Außenbereich handelt, ist Bauen möglich. Die Vorplanung erledigte das Dresdner Büro Noack Planung und Projektentwicklung. 

Nach der erfolgten Zustimmung durch die Stadt Großenhain kann der Landkreis nun in die Objektplanung gehen. Bisher liegt nur eine Studie des Neubaus vor. Von den gesamten 4.000 Quadratmetern wird die Hälfte für die Rettungswache benötigt. Rund 400 Quadratmeter sind als Rasenfläche bzw. für Bäume bestimmt. Neben einem automatischen Schiebetor wird das Gelände mit einer umlaufenden Zaunanlage von circa 230 Metern Länge gesichert. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist für 2023/24 geplant.  

Das Grundstück gilt als bereits voll erschlossen. Der Landkreis geht von Kosten in Höhe von rund drei Millionen Euro aus. Die Bauzeit könnte 34 bzw. 45 Monate betragen.  

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So könnte die neue Großenhainer Rettungswache künftig aussehen. 
So könnte die neue Großenhainer Rettungswache künftig aussehen.  © Ingenieurbüro