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Landkreis zahlt für Görlitzer Kultur

Musik- und Volkshochschule mussten um die Zuschüsse bangen. Jetzt gibt es Klarheit.

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Von Sebastian Beutler

Der Landkreis wird sich vorerst weiter mit 200  000 Euro jährlich am Betrieb der Görlitzer Musikschule und mit 100 000 Euro jährlich an den Kosten der Görlitzer Volkshochschule beteiligen. Das bestätigten sowohl Landrat Bernd Lange für den Kreis als auch Bürgermeister Michael Wieler für die Stadt Görlitz. Der Kreis wird insofern auch nicht die 2008 im Vertrag zur Kreisbildung enthaltenen Festlegungen kündigen, erklärte Lange. Beide Seiten wollen aber in weiteren Gesprächen klären, wie die Musikschule und die Volkshochschule in der Stadt Görlitz in der Zukunft betrieben und finanziert werden. Mit der Kreisreform waren beide Einrichtungen, die von Vereinen betrieben und maßgeblich von der Stadt, dem Landkreis und – bei der Musikschule – dem Kulturraum finanziert werden, selbstständig geblieben, obwohl beides Kreisaufgaben sind. Im früheren NOL und in Löbau-Zittau gibt es deswegen die Kreismusikschule und die Volkshochschule Dreiländereck unter dem Dach der Kultur- und Weiterbildungs GmbH. Die kreiseigene Firma hat ihren Sitz in Löbau. In dem Vertrag zur Kreisreform war aber festgelegt worden, dass der Kreis die Zuschüsse nur bis 2013 zahlt, alles Weitere sollte in Verhandlungen bis Ende 2012 geklärt werden. Nun hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt. Für die Stadt und damit die Musikschule am Fischmarkt und die Volkshochschule in der Langenstraße sind die Gelder des Kreises von „existenzieller Bedeutung“, wie Bürgermeister Wieler sagt.