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Landratsamt vermeldet weitere Corona-Tote

Eine Freitalerin, die sich mit dem Virus infiziert hatte, starb. Dass sie auch ohne direkte Erkrankung in die Statistik fällt, hat einen Grund.

Die 80-Jährige verstarb bereits in der vergangenen Woche am Freitaler Weißeritztalklinikum.
Die 80-Jährige verstarb bereits in der vergangenen Woche am Freitaler Weißeritztalklinikum. © Andreas Weihs

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat es einen weiteren Todesfall gegeben, der in Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 steht. Wie das Landratsamt am Montagabend mitteilte, ist am Weißeritztalklinikum eine Frau gestorben, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatte. Auf Nachfrage hieß es, die Frau habe an Vorerkrankungen gelitten. Ob diese oder das Virus die Todesursache waren, dazu machte das Landratsamt keine Angaben. Lediglich wurde mitgeteilt, dass es sich um eine 80-jährige Freitalerin handelt. Sie verstarb bereits am vergangenen Mittwoch, dem 20. Mai.

Seitens der Klinik heißt es, man dürfe sich aus Datenschutzgründen nicht zu den Umständen äußern. Ein Mann, der vorgab, mit der Familie der Toten bekannt zu sein, hatte sich auf der Internetplattform Facebook und in einem Schreiben an die Sächsische Zeitung kritisch geäußert und behauptet, die Frau sei aus anderen Gründen als Covid-19 gestorben. 

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Unabhängig von den genauen Todesursachen - dass die Freitalerin als Corona-Opfer in der Statistik auftaucht, hat einen Grund. Laut Robert-Koch-Institut werden alle Fälle in die Liste aufgenommen, "bei denen ein laborbestätigter Nachweis von Sars-CoV-2 vorliegt und die in Bezug auf diese Infektion verstorben sind". Damit zählen in die Statistik sowohl Fälle, die direkt an der Viruserkrankung gestorben sind, als auch Menschen, die mit dem Virus starben, möglicherweise aber in erster Linie anderen Erkrankungen erlagen, die sie schon vor der Infektion mit dem Coronavirus hatten. 

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