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Landschaften voller Licht

Der Künstler Roland Gräfe zeigt Gemälde. Das Rödertal spielt dabei eine besondere Rolle.

Von Bernd Goldammer

Eine starke Farbigkeit, unterstützt durch eine reduzierte Formensprache und das schnelle und spontane Arbeiten in der Natur beziehungsweise vor dem Motiv sind Merkmale meiner Malerei. – So charakterisiert der Künstler Roland Gräfe seine Arbeiten. Seit Oktober sind Gemälde, Grafiken, Aquarelle, chlorierte Lithographien, Holzschnitte im Radeberger Rathaus zu sehen. 23 Grafiken und 20 Leinwände verdeutlichen seine enorme künstlerische Bandbreite. Eingeladen hatte ihn der Radeberger Kunstkreis.

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Als bildender Künstler ist Roland Gräfe im Radeberger Umland schon lange ein Begriff. Seine Plain Airs in Seifersdorf, Wallroda und Radeberg sind bis heute unvergessen. Für sie reisten die Kunstfreunde sogar aus Prag an. „Er kann seine künstlerische Leidenschaft auf die Teilnehmer übertragen“, war oft zu hören. Auch ihm selbst haben diese intensiven Kunst-Begegnungen viel gegeben. In der Rathausausstellung spürt man: Es hat sich ein besonderes Gefühl für das Naturell des Radeberger Landes herausgebildet. Schloss Klippenstein, Schloss Seifersdorf, der Turm der Stadtkirche, die Bebauung des Radeberger Marktplatzes, das Hüttertal, alles hat er in seine impressionistisch farbige Sichtweise umgesetzt. In dieser Ausstellung werden sie zu Beziehungsprojektionen in klaren Verhältnissen. Alltägliche Anblicke werden im Zusammenspiel von Licht und Schatten zu einzigartigen Perspektiven. „Ich habe seit geraumer Zeit auf diese Ausstellung hingearbeitet. Radeberg und Dresden waren längere Zeit im Fokus meiner Betrachtungen. Zu den regionalen Bildern setze ich Arbeiten, die bei Reisen nach Tschechien, Italien, Frankreich entstanden. Dabei ging es mir auch um das Bedingungsgefüge von Häusern und Menschen in lichtvollen Landschaften“, erzählt der Künstler im SZ-Gespräch. Typisch für Roland Gräfe ist, dass er auf Vorzeichnungen seiner Malerei weitestgehend verzichtet. Seine Arbeiten entstehen unmittelbar vor Ort. „So setze ich momentane Empfindungen und Inspirationen in fertige Arbeiten um.“ Roland Gräfes Ausstellung ist noch bis Ende Januar 2014 zu den Öffnungszeiten des Radeberger Rathauses zu sehen.