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Trotz Corona gibt es Geld für die Schulen

Am Weinberg in Roßwein kann damit die Sanierung der Grundschule komplett abgeschlossen werden. In Gersdorf steht die Fenstererneuerung an.

Unter anderem die Grundschule in Harthas Ortsteil Gersdorf erhält eine Förderung zur Sanierung.
Unter anderem die Grundschule in Harthas Ortsteil Gersdorf erhält eine Förderung zur Sanierung. © Erik-Holm Langhof

Roßwein/Hartha. In seiner Sitzung am Mittwoch hat der Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages Geld für Investitionen in den Schulhausbau im Freistaat freigegeben. Das teilt Henning Homann, Döbelner Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der SPD Mittelsachsen, mit. Davon profitieren auch zwei Vorhaben in der Region Döbeln.

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„Trotz Corona setzen wir die Investitionen in unsere Schulen fort. Wir halten landesseitig damit unser Versprechen, die Kommunen stärker bei Investitionen in die Bildungseinrichtungen zu unterstützen. Mit öffentlichen Aufträgen in Krisenzeiten sichern wir zudem Arbeitsplätze und unterstützen Unternehmen“, so Homann. „Wir müssen auch jetzt an die Zeit nach Corona denken.“

Roßweiner Schule bekommt Aufzug

Noch lange vor der Pandemie hat die Bauverwaltung in Roßwein darüber nachgedacht, die laufenden und die noch ausstehenden Arbeiten zusammenzufassen. „Deshalb haben wir ja auch den Förderantrag gestellt“, sagt Bauamtsleiter Dirk Mehler. Er freut sich sehr, dass die Sanierung der Grundschule am Weinberg jetzt ohne neuerliche Pause zum Abschluss kommen kann. Das erspart Kindern und und Lehrern einen nochmaligen Umzug.

Zwei haben sie schon hinter sich. Den ersten, damit im Schulgebäude die Elektrik erneuert werden kann. Der nächste war im Februar. Nach den Winterferien hat der Unterricht wieder in Räumen an der Döbelner Straße begonnen. Dort bleiben die Schüler dank des Fördergeldes nun, bis die Sanierung komplett abgeschlossen ist.

„Der Freistaat fördert die weitere Sanierung der Grundschule am Weinberg in Roßwein mit 1,9 Millionen Euro“, konkretisiert Henning Homann. Die Gesamtkosten belaufen sich seinen Angaben zufolge auf 3,2 Millionen Euro. „Damit kann ein Meilenstein für den Bildungsstandort Roßwein bewältigt werden“, findet der Landtagsabgeordnete, der selbst in Roßwein aufgewachsen ist.

Zweimal mussten die Schüler aus der Grundschule Roßwein schon umziehen. Nun geht es in die Zielgerade.
Zweimal mussten die Schüler aus der Grundschule Roßwein schon umziehen. Nun geht es in die Zielgerade. © Archiv/André Braun

Derzeit werden in der Einrichtung die Heizungsanlage erneuert. Es stehen Arbeiten an der Dachentwässerung, damit es zu keinen weiteren Nässeschäden kommt. Abschließend ist der Einbau eines Aufzuges geplant, damit auch Kinder mit einem Handicap unterrichtet werden können, das Schulhaus barrierefrei ist. 

„Am Ende steht die Gestaltung der Außenanlagen an“, so Dirk Mehler. Der jetzige Schulhof versprüht noch DDR-Flair. Noch zu Zeiten des geteilten Deutschlands ist das Schulgebäude auf dem Weinberg entstanden. ​ 

Hartha erneuert Fenster in Grundschule Gersdorf

Freuen kann sich auch Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos). Wie Henning Homann mitteilt, erhält auch Hartha eine Fördersumme von rund 114.000 Euro. Gebraucht wird sie, um das alte Gebäude der Grundschule im Ortsteil Gersdorf zu erneuern. "Vor allem an den Fenstern müssen wir was tun", erklärt das Stadtoberhaupt. "Die sind noch uralt und haben ihre Lebensgrenze erreicht."

Neben den Fenstern soll auch die Gebäudedämmung sowie das Dach des Mittelbaus erneuert werden. Insgesamt hat die Stadt dafür etwa 430.000 Euro in den Haushalt eingeplant. Noch in diesem Jahr sollen die Fenster und die Fassade geplant werden. 

Das kostet circa 33.000 Euro. Eine Umsetzung ist für das Jahr 2021 geplant und soll dann der Großteil der Kosten mit etwa 350.000 Euro ausmachen. Bereits in diesem Jahr will die Stadt den Ziegelbau in der Mitte des Objektes für 52.000 Euro erneuern. 

Der Mittelbau der Grundschule in Gersdorf soll bereits dieses Jahr ein neues Dach erhalten.
Der Mittelbau der Grundschule in Gersdorf soll bereits dieses Jahr ein neues Dach erhalten. © Erik-Holm Langhof

"Wir freuen uns sehr, dass die Fördermittel des Landes uns jetzt bestätigt worden und wir in die Umsetzung gehen können", sagt Ronald Kunze. "Die Lernatmosphäre wird mit dem Umbau dann besser für unsere Kinder."

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Insgesamt hat der Landtag 28,8 Millionen Euro für den Schulbau bewilligt. Laut Henning Homann profitieren von dem Geld alle 10 Landkreise. Das Geld stammt aus dem Zukunftssicherungsfonds. Dieser wurde Ende 2012 eingerichtet. Die Speisung des Fonds aus dem Staatshaushalt sowie die Verwendung des Geldes regelt ein Gesetz.

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