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Landtagswahl: Wer tritt im Landkreis Bautzen an?

Bekannte und neue Gesichter kämpfen um Stimmen. Der jüngste Kandidat ist Mitte Zwanzig, der älteste um die Neunzig.

Blick in den Plenarsaal des Sächsischen Landtages. 36 Kandidaten aus dem Landkreis Bautzen buhlen um die Gunst der Wähler, um eines der 60 Direktmandate zu bekommen. Weitere 60 Abgeordnete werden über die Listen der Parteien gewählt.
Blick in den Plenarsaal des Sächsischen Landtages. 36 Kandidaten aus dem Landkreis Bautzen buhlen um die Gunst der Wähler, um eines der 60 Direktmandate zu bekommen. Weitere 60 Abgeordnete werden über die Listen der Parteien gewählt. ©  dpa/Sebastian Kahnert

Bautzen. Knapp 3,4 Millionen Sachsen sind für den 1. September zum Urnengang aufgerufen. Sie können entscheiden, wie sich künftig der Sächsische Landtag zusammensetzt. 19 Parteien und Wählervereinigungen schicken Kandidaten ins Rennen – aber nicht alle in allen Wahlkreisen. Davon gibt es im Landkreis Bautzen fünf, wie schon zur Landtagswahl 2014.

Alle Wähler haben zwei Stimmen: eine für einen bestimmten Kandidaten, eine für eine Partei oder Wählervereinigung. Vor fünf Jahren errangen in der Oberlausitz ausschließlich CDU-Kandidaten die Direktmandate.

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Wahlkreis 52/Bautzen 1

Den Wahlkreis zwischen Großharthau und Cunewalde konnte 2014 CDU-Frau Patricia Wissel mit 46,4 Prozent aller Erststimmen für sich entscheiden. 20 Prozent holte Felix Muster (Die Linke) als Zweiter. SPD-Bewerber Stefan Brangs holte zwar nur 11,3 Prozent aller Erststimmen, zog aber über die Landesliste in den Landtag ein und wurde Staatssekretär im Sächsischen Wirtschaftsministerium.

Patricia Wissel will’s auch am 1. September wieder wissen. Außer der CDU schicken im Wahlkreis 52 noch sechs weitere Parteien ihre Bewerber ihre Kandidaten ins Rennen. Für Die Linke tritt Felix Muster wieder an, für die SPD hofft Anja Hennersdorf auf Stimmen. AfD-Kandidat Frank Peschel will den Wahlkreis ebenso erobern wie Peter Jahn-Bresan für die Grünen. Für die FDP kandidiert der Kreischef des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Sirko Rosenberg. Walter Georg Senf (Freie Wähler) ist Jahrgang 1929 und somit der älteste Landtagskandidat im ganzen Landkreis Bautzen.

Wahlkreis 53/Bautzen 2

Zwischen Arnsdorf und Ralbitz-Rosenthal hatte 2014 CDU-Mann Aloysius Mikwauschk mit 47,1 Prozent die Nase vorn vor Marion Junge (Die Linke/21,1 Prozent). Beide treten auch diesmal an. Für die AfD zieht Christian Friedrich Schultze ins Rennen. Für die Grünen kandidiert Gerd Kirchhübel, der sich vor allem in Pulsnitz einen Namen in Wasser- und Abwasserfragen gemacht hat. Die SPD schickt Kathrin Michel ins Rennen, die FDP Matthias Schniebel, die Freien Wähler Günter Klaus Hutschalik.

©  SZ-Grafik: Gernot Grunwald

Wahlkreis 54/Bautzen 3

Den Wahlkreis von Lauta bis Radeberg gewann 2014 der damalige sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich mit 57,2 Prozent vor Kay Scheidemantel (Die Linke/15,0 Prozent). Tillichs Nachfolge möchte gern CDU-Mann Mathias Kockert antreten, steht aber Konkurrenten aus sechs anderen Parteien gegenüber, darunter Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow. Außerdem: Silvio Lang (Die Linke), André Dubiel-Umlauft (SPD), Timo Schreyer (AfD), Jens Bitzka (Grüne), Marcel Linack (Freie Wähler).

Wahlkreis 55/Bautzen 4

Zwischen Elsterheide und Radibor trug 2014 CDU-Kandidat Frank Uwe Hirche mit 41,7 Prozent der Direktstimmen den Sieg davon gefolgt von Ralph Büchner (Die Linke) mit 25,6 Prozent. Beide hoffen auch diesmal auf möglichst viele Stimmen, ebenso wie Kandidaten von fünf weiteren Parteien. Zu ihnen gehören AfD-Frau Doreen Schwietzer und Dirk Nasdala, der sich als Fraktionschef der Freien Wähler im Bautzener Kreistag einen Namen gemacht hat. Für die Grünen tritt der 1995 geborene Tom Vetter an – er ist damit der Jüngste aller Kandidaten im ganzen Kreis Bautzen. Außerdem kandidieren Kevin Stanulla (SPD) und Ina Deutschmann (FDP).

Wahlkreis 56/Bautzen 5

Seit 1990 gehört Marko Schiemann dem Landtag an und ist damit einer der dienstältesten Abgeordneten. Das will der CDU-Mann auch bleiben und seinen Wahlkreis vom Malschwitz bis Doberschau-Gaußig verteidigen, den er 2014 mit 42,0 Prozent gewann. Zweiter war damals Heiko Kosel (Die Linke/20,1 Prozent), der ebenfalls wieder antritt. Für die AfD möchte Landesvorsitzender Jörg Urban das Direktmandat erringen, nachdem er 2015 als Oberbürgermeisterkandidat in der Kreisstadt gescheitert war.

Für die SPD kandidiert Harald Baumann-Haßke, für die Grünen Herbert Siegfried Kühn. Für die FDP zieht Mike Hauschild ins Rennen, für die Freien Wähler Ralf Zeidler. Nur in diesem Wahlkreis tritt die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (Büso) an, für sie kandidiert Christoph Tobias Mzingisi Faku. Die rechtsextreme NPD bietet diesmal keinen Direktkandidaten auf, nachdem sie 2014 im Wahlkreis 56 mit 13,8 Prozent das beste Ergebnis in ganz Sachsen einheimsen konnte.

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