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Zittau

Lange Zeit die einzige Apotheke in Zittau

Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Zittauer Stadtapotheke gibt es eine Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster.

Am Freitag wurde die Sonderschau zusammen mit zahlreichen Apothekern der Region feierlich eröffnet.
Am Freitag wurde die Sonderschau zusammen mit zahlreichen Apothekern der Region feierlich eröffnet. © Matthias Weber

Zurückversetzt in längst vergangene Zeiten fühlt sich der Besucher allein schon dann, wenn er den Raum der Sonderausstellung betritt, die sich im ehemaligen Schlafraum der Franziskaner Mönche befindet. Die zahlreichen Exponate aus fünf Jahrhunderten Apothekengeschichte tun dann ihr Übriges. 

Beim Wandeln durch den Raum erfährt man unter anderem, dass es Lorenz Schulze aus Breslau war, der im Jahr 1519 die erste öffentliche Apotheke in Zittau errichtete und weiter, dass diese Stadtapotheke ganze 330 Jahre lang die einzige Apotheke im Ort blieb. Einige dazugehörigen Dokumente, darunter wertvolle Urkunden vom sächsischen Kurfürsten Johann Georg IV., von 1692 bezeugen dies. Diese Urkunden zum Teil mit riesigen Sigeln sind genauso beeindruckend, wie etwa der große Prunkmörser aus Messing, welcher im Jahre 1576 von Tobias Leubner, einem bekannten Glockengießer, gefertigt wurde.

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Gleich daneben steht beeindruckend ein gigantischer Apothekenschrank mit Ladentisch. Diese noch originalen Apothekenmöbel stammen aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts und waren in der Stadtapotheke lange im Gebrauch. Womit sich die damalige Ausstattung der Räumlichkeiten nachvollziehen lässt und vielleicht erinnern sich noch einige Zittauer sogar daran. Gleich ein paar Meter weiter entdeckt man zahlreiche historische Behältnisse und Gefäße. Gefertigt aus Glas, Holz, Metall oder Stein erzählen sie über deren Gebrauch im Wandel der Zeit. Die ältesten stammen aus dem 18. Jahrhundert. 

Ferner werden seltene Apparaturen gezeigt und man kann Wissenswertes über Kräuter, Gewürze, Düfte, tierische und pflanzliche Materialien, die zur Arzneigewinnung genutzt wurden, erfahren. Spannend wird es noch mal, wenn man sich den Glasbehälter mit glänzend grünen Insekten, der sogenannten spanischen Fliege, betrachtet. Wozu diese damals und noch heute genutzt werden, erfährt der Gast natürlich, wenn er aufmerksam durch die Sonderschau wandelt. Genauso bekommt er auch erklärt, was es mit den Kolanüssen auf sich hat. Neben diesen vielen interessanten Exponaten werden auch in kleinen Biographien einzelne Apotheker, deren Wirken in der Vergangenheit für die Stadt von Bedeutung war, gewürdigt.

Ein Besuch lohnt sich also, die Sonderausstellung ist bis zum 25. August im Stadtmuseum Zittau zu sehen.

Das gesamte Programm finden Sie unter: www.stadtapotheke-zittau.de

Mehr Lokales unter:

www.sächsische.de/zittau

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