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Langebrück weist Touristen den Weg

Die Ortschaft plant einheitliche Hinweisschilder. 20 000 Euro sind dafür eingeplant.

Von Thomas Drendel

Nach monatelanger Arbeit und heftigen Diskussionen war es im Sommer 2012 schließlich fertig: Das Naherholungskonzept von Langebrück. Die Ortschaft hatte das Papier bei der Werbeagentur Zastrow und Zastrow in Auftrag gegeben. Anfang Juli 2012 präsentierte Firmeninhaber Holger Zastrow das Konzept. Die SZ berichtete darüber in einem Artikel mit der Schlagzeile: „Langebrück zeigt seine Stärken“. Eine Forderung in dem Konzept war: Die Ausschilderung im Ort muss besser werden. Dem Ort fehlt ein Wegweisersystem. Für Besucher ist es schwierig, in Langebrück die Sehenswürdigkeiten zu finden oder auch den Weg in die Heide, so der Tenor. Jetzt handelt Langebrück und stellt 20 000 Euro für eine einheitliche Ausschilderung zur Verfügung. „Wir holen zunächst Angebote von verschiedenen Firmen ein, dann wird der Auftrag vergeben“, sagt Ortsvorsteher Christian Hartmann (CDU). Nach seinen Angaben steht das Grundkonzept bereits fest. „Am Bahnhof wird eine zweiflüglige Informationstafel aufgestellt“, sagt Hartmann. Auf einem Flügel soll ein Übersichtsplan mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen abgebildet sein. Auf dem zweiten Flügel wird die Ortschaft Langebrück kurz vorgestellt. „Dort ist ein kurzer Rückblick in die Geschichte des Ortes zu lesen, und Langebrück wird auch kurz vorgestellt. Dazu sind einige Bilder von Langebrück zu sehen“, sagt der Ortsvorsteher. Im Ort verteilt soll es mehrere Wegweiser zu den wichtigsten Einrichtungen geben. Dort wird es beispielsweise Hinweisschilder zum Waldbad oder in die Heide geben. Außerdem soll ein Rundgang durch den Ort ausgeschildert werden. Er führt an wichtigen Gebäuden vorbei. Unklar ist noch, wann die Schilder aufgestellt werden. „Da noch nicht einmal der Auftrag vergeben ist, lässt sich das schwer abschätzen. Ich rechne aber damit, dass vielleicht Mitte des kommenden Jahres die Schilder stehen“, sagt Hartmann.

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Neben der Ausschilderung war unter anderem die Sauberkeit Thema des Naherholungskonzeptes. Zu einem Naherholungsort gehöre ein gepflegtes Erscheinungsbild, und das sei nicht überall gegeben, sagte Zastrow. Daraufhin hatte sich eine Arbeitsgruppe gebildet und die schlimmsten Dreckecken aufgelistet und Vorschläge zur Beseitigung gemacht. Der wohl größte Schandfleck im Ort ist allerdings trotz aller Bemühungen immer noch vorhanden: der Bahnhof. Die Wände sind hier mit Graffiti beschmiert, Fenster und Türen vernagelt. Vor einigen Monaten war der Abriss eines Teils der Bahnhofsgebäude im Gespräch. Passiert ist bisher nichts. Nach Einschätzung von Holger Zastrow kann Langebrück mit drei Pfunden wuchern. Hier gibt es einmal eine große Tradition. „Die Villen und Parks hier sind einmalig. Hinzu kommen die vielen Berühmtheiten, die im Ort gewohnt haben. Langebrück steht für die gute alte Zeit.“ Zweiter Standortvorteil ist die einzigartige Natur, die die Heide bietet. „Der Ort ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge.“ Dritter Punkt sind die Erlebnisse, die Langebrück den Besuchern bieten kann. „Es gibt beispielsweise das Bürgerhaus, das Waldbad und die Veranstaltungen, die im Ort stattfinden.“ Alle drei Vorzüge sollen den Besuchern nahegebracht werden. Das Wegweisersystem ist dazu ein erster Schritt.