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Langebrücker sammeln für krebskranke Kinder

Die Ortsgruppe des Sächsischen Heimatschutzes überreichte der Universitätsklinik jetzt einen Scheck. 725 Euro kamen zusammen.

© privat

Von Thomas Drendel

365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Kinder, die von der Chemotherapie gezeichnet sind, die wegen ihrer Krebserkrankung die Klinik oft monatelang nicht verlassen können. – Solche Schicksale machen besonders betroffen. Das geht auch den Frauen der Langebrücker Ortsgruppe des Sächsischen Heimatschutzes so. Sie berieten vor einigen Wochen, wie diesen Kindern das Schicksal ein wenig erleichtert werden kann. „Wir kamen auf die Idee Spenden für die Kinderkrebsstation im Dresdner Uni-Klinikum zu sammeln“, sagt Bärbel Gietzelt, eine der Initiatoren. Ein Aufruf an die Langebrücker folgte. Sie wurden gebeten, Weihnachtsschmuck, den sie nicht mehr benötigen, bei den Heimatschützern abzugeben. „Darunter waren Pyramiden, Nussknacker und vieles mehr. Diese Dinge haben wir dann beim Langebrücker Weihnachtsmarkt verkauft.“ 725 Euro kamen zusammen. Vor wenigen Tagen konnten die Langebrücker Heimatschützer Stationsschwester Bianca Engelke einen entsprechenden Scheck überreichen. „Das ist zwar nur ein kleiner Beitrag. Aber uns war wichtig, die Einrichtung auf irgendeine Art zu unterstützen“, sagt Bärbel Gietzelt. Das Geld wird jetzt für Projekte mit den Kindern verwandt. Für die Heimatschützer war das die erste Aktion dieser Art. Ob weitere folgen, ist noch nicht ganz klar.

Das Engagement der Gruppe ist in Langebrück überhaupt sehr groß. Momentan sind die Mitglieder dabei, eine Frühlingswanderung zu organisieren. „Sie wird durch den Ort führen. Die genaue Route steht aber noch nicht fest.“ Ihre Ideen werden die Mitglieder auch bei der neuen Ausschilderung in Langebrück einbringen. „Wir planen die Wanderrouten, die von Langebrück aus durch die Dresdner Heide führen.“ Sie sollen Besuchern Langebrücks unter anderem zu wichtigen Denkmalen oder auch zur Hofewiese oder durch den Prießnitzgrund den Weg weisen. Im März oder im April sollen die ersten zwei Informationstafeln am Bahnhof aufgestellt werden. 6 000 Euro gibt die Ortschaft dafür aus. Sie sind erst der Anfang. Im Ort verteilt soll es mehrere Wegweiser zu den wichtigsten Einrichtungen geben. Dort wird es beispielsweise Hinweisschilder zum Waldbad oder eben in die Heide geben. Die Langebrücker Ortsgruppe veranstaltet außerdem in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Forst das traditionelle Saugartenfest.

Rund 20 Mitglieder hat die Ortsgruppe momentan. „Wir sind auf der Suche nach weiteren Mitstreitern. Wer bei uns mitmachen will, kann sich gerne melden“, sagt Bärbel Gietzelt.

Kontakt unter 035201 70046

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