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Langebrücker Straße soll sicherer werden

Auf der Strecke zwischen Langebrück und Klotzsche sind viele Raser unterwegs. Vor allem Radfahrer sind gefährdet.

Von Thomas Drendel

Die Straße zwischen Langebrück und Klotzsche wird oft zur Rennstrecke: Hier gibt es kaum Kurven und die Straße ist gut einsehbar. Da wird schnell mal Tempo hundert oder mehr gefahren. Dass hier auch Radfahrer unterwegs sind oder Wildwechsel droht, übersehen die Raser geflissentlich. Langebrück will die Strecke jetzt sicherer machen. Dazu hat die Arbeitsgruppe Radwege, bei der unter anderem mehrere Langebrücker Ortschaftsräte dabei sind, mehrere Vorschläge gemacht. So wollen sie außerhalb der Ortschaft ein Tempolimit von 70 Kilometer pro Stunde einführen. „Damit würde die Strecke vor allem für Radfahrer sicherer werden.“, sagt Eckhard Koch, CDU-Ortschaftsrat. An unübersichtlichen Stellen sollte auch das Überholen verboten werden. Ähnlich sieht das auch Bert Kaulfuß, der für die Grünen im Langebrücker Ortschaftsrat sitzt, und die Arbeitsgruppe Radwege leitet. „Die Straße nach Klotzsche ist eine wichtige Route für Radfahrer. Vor allem Schüler sind dort unterwegs. Hier müssen wir etwas tun.“

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Ulrich Köpfle, CDU-Ortschaftsrat, gab zu bedenken, dass ein Tempolimit von 70 Kilometern pro Stunde untypisch ist. „Ich bezweifle auch, dass die zuständigen Behörden einer Geschwindigkeitsbegrenzung nachkommen würden. Nach meiner Kenntnis ist die Strecke kein Unfallschwerpunkt. Es liegen keine Zahlen vor, die hier eine Häufung erkennen lassen“, sagt er. Ulrich Knöpfle ist hauptberuflich Polizeibeamter. „Außerdem würde ein Tempolimit den flüssigen Ablauf des Verkehrs behindern.“ Ähnlich sah das die Mehrheit der Ortschaftsräte. Der Vorschlag zwischen Langebrück und Klotzsche außerhalb der Ortschaften, das Tempo auf 70 Kilometer pro Stunde zu reduzieren, scheiterte. Fünf stimmten dagegen zwei dafür. Es gab eine Enthaltung.

Dennoch soll mehr für die Sicherheit auf dieser Straße getan werden. Die Arbeitsgruppe wurde beauftragt, sich von der Polizeidirektion Zahlen über Wildunfälle auf dem Abschnitt zu besorgen, um damit dann die Aufstellung von Warnschildern „Achtung Wildwechsel“ zu beantragen. Auch ist vorgesehen, die Fahrbahnmarkierung zu überprüfen. Untersucht werden soll, ob ein Überholverbot und damit eine durchgehende Linie auf der Fahrbahn angebracht ist. Die Arbeitsgruppe soll dazu entsprechende Vorschläge für den Ortschaftsrat erarbeiten.

Darüber hinaus wird sich Langebrück für einen Geh- und Radweg entlang der Langebrücker Straße einsetzen. Diese Forderung ist in einer Stellungnahme zum Verkehrsentwicklungsplan 2025plus der Stadt Dresden enthalten. Sie soll in den Nächsten tagen an die Stadtverwaltung gesandt werden. Außerdem entwirft die Arbeitsgruppe Radwege ein Konzept für Langebrück. Es soll Anfang des kommenden Jahres zunächst intern im Ortschaftsrat diskutiert und anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt werden.