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Bürgermeister verlängert Amtszeit

Wegen der Corona-Krise wurden in Ottendorf-Okrilla die Wahlen verschoben. Jetzt wird der Amtsinhaber dringend gebraucht.

Michael Langwald hat Ottendorf-Okrilla 14 Jahre als Bürgermeister geleitet. Jetzt hängt er noch ein paar Monate dran.
Michael Langwald hat Ottendorf-Okrilla 14 Jahre als Bürgermeister geleitet. Jetzt hängt er noch ein paar Monate dran. © Archiv: Matthias Schumann

Eigentlich hatte sich Ottendorfs Bürgermeister Michael Langwald bis vor einigen Wochen darauf eingestellt, dass der 30. April 2020 sein letzter Arbeitstag als Rathauschef sein würde. Dann hätte er auf zwei Amtszeiten, auf 14 Jahre als erster Bürger der Großgemeinde zurückschauen können.

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Aber dann kam Covid-19, wurden seine Pläne für die Zeit danach durch die Corona-Krise sozusagen pulverisiert. Nachdem der für den 29. März geplante zweite Durchgang der Bürgermeisterwahl in Ottendorf aufgrund der derzeit grassierenden Corona-Pandemie abgesagt wurde, stand für Langwald fest, dass sich somit seine Amtszeit nolens volens verlängern wird. Und zwar bis zum Herbst 2020. Dann soll die Bürgermeisterwahl in Ottendorf noch mal ganz von vorne starten. Das sächsische Innenministerium hatte jüngst per Erlass beschlossen, dass 28 der 30 geplanten Bürgermeisterwahlen wegen der Corona-Krise auf diesen Herbst verschoben werden. Lediglich zwei Wahlen, in Oderwitz (Landkreis Görlitz) und Radeburg (Landkreis Meißen), fanden im März noch statt. Allerdings wurden dort die Bürgermeister durch ein reines Briefwahlverfahren ermittelt. Ab einem noch nicht feststehenden Zeitpunkt nach dem 20. September 2020 sollen die Wahlen im Freistaat durchgeführt werden.  Auch in Ottendorf-Okrilla.

Nun geht es für die nächsten Monate in Ottendorf-Okrilla also weiter mit Michael Langwald. Dass er nun weiter als Bürgermeister arbeiten werde, habe er auch bereits mit der übergeordneten Behörde, der Kommunalaufsicht, abgeklärt. Die habe jüngst von ihm wissen wollen, ob er nach dem offiziellen Ende seiner zweiten Amtszeit eine neue Tätigkeit in Aussicht habe. „Das ist ja nicht der Fall“, so Langwald. Folglich habe er sich bereit erklärt, bis zur Amtsübernahme des neuen Bürgermeisters weiter die Geschicke der Gemeinde zu leiten. Schließlich gebe es während der derzeit herrschenden Coronavirus-Pandemie so viel zu klären, zu regeln, zu entscheiden. Eine sehr schwere Zeit sei das, so Langwald weiter. Die er aber gemeinsam mit den Ottendorfern bewältigen wolle. Ein Fazit seiner beiden Amtszeiten werde er sicherlich auch einmal ziehen. Aber erst dann, wenn der „richtige Zeitpunkt gekommen ist“, so Michael Langwald. Erst einmal müsse man durch diese Krisenzeit.

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