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Lauscheturm-Bau verzögert sich weiter

Die Stahlteile für die Aussichtsplattform konnten noch gar nicht produziert werden. Ist der geplante Eröffnungstermin im Herbst noch zu halten?

Der Bau der Aussichtsplattform auf der Lausche verzögert sich weiter.
Der Bau der Aussichtsplattform auf der Lausche verzögert sich weiter. © Foto: Matthias Weber

Das Betonfundament ist gegossen, der Hubschrauber der Spezialfirma Deutsche Helikopter steht auf Abruf zum Einsatz bereit. Eigentlich sollten die Teile für die Stahlkonstruktion der neuen Aussichtsplattform auf der Lausche schon Anfang Mai auf den höchsten Gipfel des Zittauer Gebirges geflogen werden. Die benötigten Stahlteile konnten aber noch gar nicht produziert werden. 

"Wir warten immer noch auf die Freigabe des Statikprüfers", erklärt Großschönaus Bauamtsleiter Markus Hummel. Die Statikprüfung ist für das Lausche-Projekt von besonderer Bedeutung. Ehe die Freigabe nicht erfolgt ist, können die Teile nicht hergestellt werden. Inzwischen hätten die Prüfer aber mit der Arbeit begonnen, kann Hummel diese Woche berichten. 

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Spätestens in vier Wochen soll der Prüfbericht vorliegen. Die Produktion der Teile, die in der Zittauer Metallbaufirma Kratzer laufen wird, werde dann nochmals "gut und gerne acht Wochen" dauern, schätzt der Bauamtsleiter. Nach derzeitigem Plan könne der Transporthubschrauber frühestens Mitte August zum Einsatz kommen - vorausgesetzt bei der Spezialfirma Deutsche Helikopter gibt es dann auch Kapazitäten.

Wenn das klappt, was Hummel hofft, dann wäre auch der geplante Einweihungstermin für die neue Plattform noch zu halten. "Wir werden den Ablaufplan der Bauarbeiten jetzt einfach umschichten", erklärt Markus Hummel. Bis die Stahlkonstruktion aufgebaut werden kann, sollen die eigentlich erst später geplanten Arbeiten im Umfeld, wie beispielsweise die Sanierung der Stützmauern, Keller und Treppenanlagen, vorgezogen werden. "Unser Ziel ist es nach wie vor, Mitte Oktober fertig zu sein", sagt der Bauamtsleiter. 

Auf spektakuläre Art und Weise hatte ein Transporthubschrauber der Deutschen Helikopter im vergangenen Herbst tagelang den Beton für das Fundament der Plattform vom Waltersdorfer Ortsteil Herrenwalde auf die Lausche geflogen. Das war notwendig, weil der Gipfel für große Fahrzeuge nicht erreichbar ist. Vor allem starker Wind hatte den Flugbetrieb immer wieder behindert und aus dem Zeitplan gebracht.

Der Bau der Aussichtsplattform und die damit verbundene Neugestaltung des höchsten deutschen Gipfels östlich der Elbe kostet mehr als 800.000 Euro. Die Summe wird zu 90 Prozent von Bund und Land gefördert.

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