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Lausitzring fast ganz vorne

Endlich liegt der Beweis vor. Schwarz auf weiß. Und er ist nicht anfechtbar: Der Lausitzring ist besser als sein Ruf. Das wussten die Ostsachsen und Südbrandenburger zwar schon längst. Aber nun hat es endlich auch der Rest der Republik gemerkt.

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Von Daniel Klein

Endlich liegt der Beweis vor. Schwarz auf weiß. Und er ist nicht anfechtbar: Der Lausitzring ist besser als sein Ruf. Das wussten die Ostsachsen und Südbrandenburger zwar schon längst. Aber nun hat es endlich auch der Rest der Republik gemerkt. Oder zumindest 1 000 Leser einer Motorsport-Seite im Internet.

Laut einer natürlich repräsentativen Abstimmung fühlen die sich auf dem Motodrom nahe Senftenberg am wohlsten. Na gut, hinter dem Nürburgring. Aber mit großem Vorsprung vor Noris-, Hockenheim- und Sachsenring sowie Oschersleben. Da schwillt die Lausitzer Brust.

Dass diese Auszeichnung der Lohn fleißiger Arbeit ist, versteht sich von selbst. Der PS-Fan will schließlich verwöhnt werden. Also muss bei den Rennen alles stimmen. Bis ins letzte Detail.

Darum kümmert sich auf dem Lausitzring der Chef höchstselbst. Als kürzlich Regen einen Start um sechs Stunden verzögerte, dirigierte Hans-Jörg Fischer persönlich das Durchhalteprogramm. Von einer Vip-Lounge ordnete er per Handy an, die Musik erst lauter, dann wieder leiser zu drehen. Und als die Fahrzeuge mit den Riesenföhnen die Piste trocken pusteten, sollte der Ringsprecher dies den Zuschauern bitteschön auch erklären.

Fischer überlässt nichts dem Zufall. Auch nicht, welchen Namen der Anlage die Fernsehreporter von „Eurosport“ verwenden. Statt Lausitzring natürlich den offiziellen: „Eurospeedway Lausitz.“ Derart viel Akribie honorieren die Besucher.