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Lawalde kann riesiges Finanzloch stopfen

Lawalde. Durch striktes Sparen hat die Gemeinde den großen Fehlbetrag abgebaut. Jetzt kann sie endlich in den Laubaer Kindergarten investieren.

Von Daniela Pfeiffer

Die Schulküche musste geopfert werden, die Gemeinderäte hatten auf die Hälfte ihrer Aufwandsentschädigung verzichtet, zwei Mitarbeiter des Bauhofs wurden entlassen. Viele freiwillige Aufgaben gab die Gemeinde ab – die Kegelbahn beispielsweise in die Hände des Laubaer Sportvereins. Jetzt weiß man in Lawalde wenigstens wofür das alles nötig war. „Es waren einschneidende Schritte, aber sie haben am Ende etwas gebracht“, sagt Bürgermeisterin Nadja Kneschke erleichtert.

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Durch den konsequenten Sparkurs, aber auch durch Steuereinnahmen konnte der schwer auf den Gemeindeschultern lastende Fehlbetrag von 491 000 Euro auf 40 000 Euro reduziert werden. Seit 1999 klaffte das Loch im Gemeindesäckel immer weiter, der Konsolidierungsdruck durch das Kommunalamt wurde immer größer. „Als nächstes hätten wir wahrscheinlich eine Straßenbausatzung beschließen müssen“, mutmaßt die Bürgermeisterin. „Dagegen hätten wir uns auf jeden Fall gewehrt. Zum Glück ist dieser Druck jetzt aber erst einmal von uns genommen.“

Auf eine halbwegs entspannte Haushaltssituation wie jetzt hat Lawalde mit den Ortsteilen Lauba und Kleindehsa lange warten müssen. Investitionen waren in dieser Zeit so gut wie keine möglich.

Das ist nun anders: Ab kommender Woche soll endlich im Laubaer Kindergarten gebaut werden – neues Dach, Fassade und Fenster sind geplant. Vorgehabt hatte die Gemeinde das schon ewig, die beim Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) in Kamenz beantragten Fördermittel kamen jedoch nie.

Jetzt springt dafür der Landkreis ein. Der Jugendhilfeausschuss steuert 45 Prozent zur Sanierungssumme von 165 000 Euro bei, die Gemeinde übernimmt ebenfalls 45 Prozent. Die restlichen zehn Prozent kommen vom Träger der Kindereinrichtung, der Awo. „Wir freuen uns riesig, dass das ausgerechnet im Jubiläumsjahr des Kindergartens möglich wird“, sagt Nadja Kneschke. Die Einrichtung, in der zurzeit etwa 60 Kinder betreut werden, wird nämlich 30.