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Leben und Sterben auf dem Sonnenstein

Die Festung über Pirna bot Schutz, zog aber auch Kampfhandlungen an. Was bedeutete das für Bürger und Soldaten?

Von Christian Eißner
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Kuratorin Sabine Holtermann bringt einen Totenschild aus dem Dreißigjährigen Krieg an. Er erinnert an einen Fähnrich George Hänsolt, gestorben 1639. Der Schild hing ursprünglich in der Pirnaer Marienkirche.
Kuratorin Sabine Holtermann bringt einen Totenschild aus dem Dreißigjährigen Krieg an. Er erinnert an einen Fähnrich George Hänsolt, gestorben 1639. Der Schild hing ursprünglich in der Pirnaer Marienkirche. © Foto: Daniel Schäfer

Im Waffenschrank des Pirnaer Stadtmuseums war die archaisch anmutende Waffe ein wenig beachteter Sonderling: ein Bogen aus Stahl. Bis sich herausstellte, welche Seltenheit da im Depot lag. Der Bogen stammt aus den Napoleonischen Kriegen, in denen eigentlich die Steinschloss-Flinte die Fernwaffe der Wahl war. Aufseiten der russischen Streitkräfte, so auch im Herbst 1813 in der Schlacht bei Dresden, kämpften baschkirische Bogenschützen. „Sie sollen bei den gegnerischen Soldaten sehr gefürchtet gewesen sein“, sagt Sabine Holtermann, die Kuratorin der neuen Sonderausstellung im Museum. Der Stahlbogen gehörte einem Baschkiren. Neben russischen und französischen Gewehren aus jener Zeit wird er nun präsentiert.

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