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So läuft es bei der LebensArt

Viele Besucher auf einem Fleck - geht das schon? Die Messe in Großharthau zeigt, wie größere Veranstaltungen trotz Corona-Regeln möglich sind.

Norbert Ording schnitt für Susan Leuschner "Willkommen An der Waldscheibe" ins Blech, als Begrüßungsschild für ihre Rammenauer Pension. Zur LebensArt kam sie am Freitag mit ihrer Tochter Charlotte.
Norbert Ording schnitt für Susan Leuschner "Willkommen An der Waldscheibe" ins Blech, als Begrüßungsschild für ihre Rammenauer Pension. Zur LebensArt kam sie am Freitag mit ihrer Tochter Charlotte. © SZ/Uwe Soeder

Großharthau. Wer am Freitagvormittag zur Großharthauer LebensArt kommt, trägt Gelb. Jeder Besucher bekommt am Eingang einen solchen Papierstreifen fürs Handgelenk.

Um zu wissen, wie viele Menschen sich auf dem Veranstaltungsgelände aufhalten, haben sich die Organisatoren eine Art Ampelsystem einfallen lassen. Für die späteren Zeitfenster liegen rote und grüne Bänder bereit.  Zweieinhalb Stunden hat jeder Zeit,  durch den Schlosspark zu bummeln, um an den Ständen zu schauen, zu genießen, zu kaufen und sich inspirieren zu lassen.   

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Auf Einbahnstraßen durch den Park

Die LebensArt gehört zu den wenigen größeren Veranstaltungen im Landkreis Bautzen, die in diesem Sommer stattfinden dürfen. Das Besucherinteresse ist groß. Die ersten stehen schon eine halbe Stunde vor der Eröffnung an der Kasse. Um Besucherströme zu entzerren, öffnet die Verkaufsschau  bereits 9 Uhr, eine Stunde früher als sonst. 

Kurz nach Neun füllen sich die beiden Großparkplätze. Doch der Besucherstrom verläuft sich rasch im weitläufigen Park. Blaue Einbahnstraßen-Schilder weisen den Weg; rote Zeichen sagen, wo man nicht lang gehen darf. Wer an einen Stand zurückkehren möchte - kein Problem. Die Wege im Park sind so angeordnet, dass man auf einem Rundkurs jederzeit zum gewünschten Ort gelangen kann. 

Auf "Einbahnstraßen" werden die Besucher durch den Park geleitet. Doch auch wer an einen Stand zurückkehren möchte, findet dank Rundkurs ohne Problem einen Weg.
Auf "Einbahnstraßen" werden die Besucher durch den Park geleitet. Doch auch wer an einen Stand zurückkehren möchte, findet dank Rundkurs ohne Problem einen Weg. © SZ/Uwe Soeder

Das Team vom Unternehmen Das Agenturhaus hat lange getüftelt, wie die beliebte Verkaufsveranstaltung trotz der Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Pandemie durchgeführt werden kann. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Gemeinde Großharthau  wurden ein Hygienekonzept erarbeitet und Wege gefunden. "Das funktioniert aber nur, wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen",  sagt Geschäftsführer  Martin Schmidt.

"Veranstaltungen sind differenziert zu sehen",  betont er.  "Unser Vorteil ist, dass wir im Freien sind." Der Veranstaltungsbranche, die der sechstgrößte Wirtschaftszweig in Deutschland ist, müsse der Wiedereinstieg ermöglicht werden. 

Aussteller haben lange auf diesen Tag gewartet

Aussteller wie Norbert Ording bestätigen das. Der Kunsthandwerker aus Cloppenburg, der mittels Plasmaschneiden die filigransten Sachen ins Blech zaubert, ist froh, dass er jetzt wieder auf Märkte fahren darf.  "Monatelang mussten wir zu Hause bleiben. Das war eine Katastrophe. Was man sich aufgebaut hat, geht kaputt", sagt er. 

Norbert Ording zeigt sein Können vor dem Publikum. Susan Leuschner interessiert sich für ein  Willkommensschild für ihre Pension in Rammenau. Der Künstler bietet ihr an, ohne Aufpreis "Willkommen An der Waldscheibe" ins Blech zu schneiden. Die Rammenauerin kann gleich darauf warten. 

Susan Leuschner hat ihr Ticket, wie empfohlen, online gekauft. Bewusst  für den Freitagvormittag. In der Hoffnung, dass da der Andrang noch nicht so groß sein wird. 

Händler und Handwerker bieten Besonderes

Immer wieder bei den Besuchern sehr gefragt sind Pflanzen, Stauden und Kräuter. Den Mund-Nasen-Schutz sollte man dabei haben. Man muss ihn aber im Park nicht überall tragen.
Immer wieder bei den Besuchern sehr gefragt sind Pflanzen, Stauden und Kräuter. Den Mund-Nasen-Schutz sollte man dabei haben. Man muss ihn aber im Park nicht überall tragen. © SZ/Uwe Soeder

Die diesjährige LebensArt steht unter dem Motto "Urlaub zu Hause". Angeboten werden dafür blühende Pflanzen und Stauden von Fachgärtnereien, originelle Accessoires von Kunsthandwerkern für Garten, Balkon und Terrasse, hochwertige Outdoormöbel, noble Whirlpools, moderne Grills und Gartengeräte. Auch der Blick in eine mobile Sauna ist möglich. 

In der Reithalle bieten Kunsthandwerker und Designer individuelle Kleidung und Schmuck an. Die Mund-Nasen-Bedeckung ist hier Pflicht, ansonsten wird sie empfohlen. Ein Ordner reguliert den Zutritt. 

Die Besucher reagieren verständnisvoll. "Es ist doch schön, dass die LebensArt  stattfinden darf", sagt Elke Naumann aus Dresden. Sie kommt jedes Jahr nach Großharthau, und sie hat auch diesmal schon etwas gefunden: Ein paar Stöcke seltener Heide wird sie für ihren Garten mitnehmen.   

Stärken kann man sich bei Flammkuchen, Backfisch, Gegrilltem und anderen Spezialitäten. 

Geöffnet ist die LebensArt am Sonnabend von 9 bis 19 Uhr und am Sonntag von 9 bis 18 Uhr. Hier gibt es online Tickets. 

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