merken
PLUS

Lebensgefährliche Kreuzung wird entschärft

Ein neuer Radweg und Tempo 50 aus Richtung Seifersdorf sollen helfen. Vielleicht auch noch ein Fußgängerüberweg?

© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

Manchmal gehen Wünsche schneller in Erfüllung, als man glaubt. Manchmal sogar dann, wenn im Volksmund als eher schwerfällig verschriene Verwaltungen im Boot sitzen. Denn die waren diesmal alles andere als schwerfällig. Die Rede ist von der gefährlichen Kreuzung zwischen S 177 und dem Abzweig nach Liegau. Dort hält sich an das aus Richtung Feldschlößchen geltende Tempo 50 bekanntlich kaum jemand, und deshalb fährt hier irgendwie immer ein mulmiges Gefühl mit, wenn man von Liegau nach Wachau will oder umgekehrt und man dafür über die viel befahrene S 177 muss.

TOP Immobilien
TOP Immobilien
TOP Immobilien

Finden Sie Ihre neue Traumimmobilie bei unseren TOP Immobilien von Sächsische.de – ganz egal ob Grundstück, Wohnung oder Haus!

Und weil auch zahlreiche Mitarbeiter des nahe der Kreuzung liegenden Liegauer Epilepsiezentrums Kleinwachau im benachbarten Wachau wohnen und auch viele Bewohner des Epilepsiezentrums gern mal ins idyllische Nachbarörtchen unterwegs sind, hat sich Epilepsiezentrums-Chef Martin Wallmann an Wachaus Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU) gewandt und um Unterstützung bei der Entschärfung dieser Kreuzung gebeten. Darüber hatte die SZ Ende Februar auch berichtet – und schon gut anderthalb Monate später konnten die beiden nun für ein SZ-Foto an der Kreuzung posieren und eine Lösung präsentieren. „Noch in diesem Jahr könnte der erste Spatenstich für einen gut 2,50 Meter breiten neuen Fuß- und Radweg entlang der Wachauer Straße in Liegau und auch nach der Kreuzung in Richtung Wachau über die Bühne gehen“, sagt Wachaus Bürgermeister, der sich beim Landratsamt in Bautzen für eine zügige Lösung des Problems starkgemacht hatte und auch den Freistaat als Verantwortlichen für die Staatsstraße mit ins Boot holte. Zudem ist geplant, das Tempo 50 im Kreuzungsbereich künftig auch aus Richtung Seifersdorf gelten zu lassen. „Und es werden demnächst Verkehrszählungen stattfinden, sodass dann auch verlässliche Zahlen vorliegen, um auch über einen eventuellen Fußgängerüberweg in diesem Bereich entscheiden zu können“, freut sich der Bürgermeister. Die Gemeinde Wachau wird dem Landkreis beim Kauf der für den Radweg notwendigen Grundstücke helfen; „damit rückt eine Lösung in wirklich greifbare Nähe“, sagt Veit Künzelmann. Und er ist froh darüber – „denn wir haben ja nicht ohne Grund die Wachauer Grundschule barrierefrei und behindertengerecht ausgebaut, so können wir nun auch die Zusammenarbeit mit dem Epilepsiezentrum stärken“, sagt er. Behinderte, fügt er an, haben es noch immer im dörflichen Leben wegen oft fehlender Barrierefreiheit schwerer. „Daran müssen wir arbeiten!“