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Freital

Lebensmittel Rosin erweitert

Metin Arslan will sein Sortiment ergänzen und holt damit zurück, was es in Rabenau schon nicht mehr gibt.

In seinem Lebensmittelmarkt in Rabenau erweitert Metin Arslan die Verkaufsfläche und das Angebot.
In seinem Lebensmittelmarkt in Rabenau erweitert Metin Arslan die Verkaufsfläche und das Angebot. © Karl-Ludwig Oberthür

Seit Mai ist Metin Arslan neuer Inhaber des kleinen Lebensmittelmarktes an der Freitaler Straße. Um frischen Wind rein zu bringen und seinen Kunden den Einkauf so angenehm wie möglich zu machen, hat der Geschäftsmann schon einiges unternommen: Das Sortiment wurde umgestellt, die Öffnungszeiten verändert sowie kleinere und größere Umbauten vorgenommen. Doch damit nicht genug. Nun will der 38-Jährige seine Verkaufsfläche weiter vergrößern und eine Fleischtheke einbauen. Denn statt Abgepacktem möchte er frisches Fleisch und Wurst anbieten. 

Den neuen, 30 Quadratmeter großen Verkaufsraum, der früher als Lager genutzt wurde, hat er dazu auf Vordermann gebracht, neu verputzt und gestrichen. Anfang März, so hofft der Geschäftsmann, können Kunden bei ihm dann frische Wurst und Fleisch einkaufen. Damit will er den Rabenauern wieder die Möglichkeit bieten, vor Ort an die entsprechende Ware zu kommen, denn die Fleischerei Dreßler – als einzige Fleischerei in Rabenau – hat seit vergangenem Sommer geschlossen. Jetzt muss noch die Fleischtheke bestellt und geliefert werden. Das passende Fachpersonal für den Verkauf hat Metin Arslan bereits: Eine seiner Mitarbeiterinnen ist Fleischereifachverkäuferin. Aber ein Lieferant ist noch nicht gefunden, derzeit laufen noch Gespräche mit der Fleischerei Loose aus Dippoldiswalde.

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Doch nicht nur was Fleisch und Wurst betrifft, setzt der Rabenauer auf Regionalität. Möglichst lokale Lieferanten mit ins Boot zu holen, zumindest aber aus Sachsen, gehört mit zum neuen Ladenkonzept. In den Regalen des Gemischtwarenladens finden sich unter anderem Produkte von Essig Schneider aus Colmnitz, Pasta Saxonia aus Freital, Konserven und Eier von Eberts Hof in Höckendorf, aber auch Honig aus Rabenau und Oelsa.

Obwohl der 38-Jährige schon einiges geschafft hat, seit er den Laden übernommen hat, ist er mit seinen Projekten noch längst nicht am Ende. Zwar wurde die Eingangstür, früher mit Klinke, durch eine elektrische Schiebetür ersetzt und an der Front zur Straße wurden die großen Fenster neu gemacht, trotz allem geht es mit dem Umbau nicht so schnell voran, wie es dem Rabenauer eigentlich lieb wäre. "Es ist alles eine Frage des Geldes." Bisher hat er um die 70.000 Euro investiert. 

Für die leerstehende Fleischerei wird ein neuer Pächter gesucht.
Für die leerstehende Fleischerei wird ein neuer Pächter gesucht. © Karl-Ludwig Oberthür

Metin Arslan würde gerne noch die Elektrik neu machen und den Fußboden. "Der Sicherungskasten ist noch aus DDR-Zeiten und wahrscheinlich auch die Kabel", schätzt er. Um die Baumaßnahmen und Neuanschaffungen finanzieren zu können, hat er Fördermittel aus dem EU-Programm Leader bewilligt bekommen. Problem ist, dass alles, was das Haus betrifft, Sache des Vermieters ist und somit nicht förderfähig, wie sich im Nachhinein herausstellte. Er versuche, daraus das Beste zu machen und eins nach dem anderen anzugehen. Nächste Anschaffung sind neue, energiesparende Kühlregale, die im neuen Verkaufsraum mit aufgestellt werden sollen.

Neuer Fleischer gesucht

Sein anderes großes Projekt ist die leerstehende Fleischerei Dreßler, direkt zwei Häuser neben dem Lebensmittelmarkt. Metin Arslan hat das Gebäude zwischenzeitlich gekauft und sucht für die Fleischerei einen Nachfolger. "Zwei Interessenten haben sich bisher gemeldet, die aber auch selbst schlachten wollen und das geht hier nicht." Der Laden wäre eher für Metzgereien geeignet, die eine neue Filiale eröffnen wollen, so der 38-Jährige. Um das Angebot in der Stadt zu erhalten, hofft er, dass sich wieder jemand findet. "Der Bedarf ist ja da. Viele gehen ja auch gerne direkt zum Fleischer und nicht in den Supermarkt", ist er sich sicher.

Mit dem Kauf der leerstehenden Fleischerei möchte Metin Arslan sein Bestreben, den Einzelhandel in Rabenau zu stützen, dann auch erst mal gut sein lassen. "Ich würde mir wünschen, dass noch mehr mit anpacken, um das Angebot in Rabenau zu erhalten. Schließlich bin ich ja nicht der Retter der Nation", sagt er und lacht.

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