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Leisniger Lebensretter ziehen um

Das Deutsche Rote Kreuz hat schon lang nicht mehr in der Begegnungsstätte Blutspenden gesammelt. Dort ist es zu eng für Corona-Abstände.

Olivia Köcher vom DRK hat in Leisnig im Schützenhaus Blutspender begrüßt.
Olivia Köcher vom DRK hat in Leisnig im Schützenhaus Blutspender begrüßt. © Norbert Millauer

Leisnig. Wer nicht auf die Einladung geguckt hat, stand am Mittwoch im üblichen Blutspendelokal, der Begegnungsstätte, vor verschlossener Tür.

Denn: Zum ersten Mal ist der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost mit der Ausrüstung fürs Blutspenden umgezogen. Die Liegen wurden im Schützenhaus aufgebaut. „Wir sind für diese Alternative dankbar“, sagt Olivia Köcher, die als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit auch Termine wie den in Leisnig organisiert.

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Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint
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Sie gibt zu, dass es schwer war, ein Ausweichspendenlokal zu finden. Viele, die Räume anzubieten haben, hätten in der aktuellen Corona-Lage mit sich selbst zu tun, seien möglicherweise verunsichert. „Die bisherigen Räume der Begegnungsstätte konnten wir nicht nutzen, da die Gegebenheiten für die Abnahme dort viel zu beengt sind“, erklärt Olivia Köcher.

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Weil aber auch das Rote Kreuz bei Aktionen wie der Blutspende Abstands- und Hygieneregelungen beachten müsse, sie die Spende im angestammten Lokal nicht möglich gewesen. Aus denselben Gründen ruht auch die Seniorenarbeit an dieser Stelle noch, sagte Bürgermeister Tobias Goth (CDU) auf Anfrage von Sächsische.de.

Von der Entwicklung der Corona-Pandemie hängt ab, ob die Mitarbeiter des DRK beim nächsten Spendentermin im Spätsommer/Herbst ihre Utensilien noch einmal im Schützenhaus oder wieder in der Begegnungsstätte auspacken. „Regelmäßige Spender bekommen zum Termin eine Einladung. Da steht der Ort auch drauf“, bittet Olivia Köcher die Adressaten, dann genau hinzuschauen.

Ihren Worten zufolge ist die Spendenbeteiligung ein Auf und Ab. Es kämen mal mehr, mal weniger Unterstützer – in Leisnig pro Termin um die 45. Spender zu verlieren oder eine Abnahme ausfallen zu lassen, wolle des DRK daher auf jeden Fall vermeiden. „Wir sind froh über jede Spende und jeden Blutspender“, so die Referentin.

Coronabedingt gab es am Mittwoch in Leisnig auch eine Änderung, was die Beköstigung der Spender betrifft. Statt belegter Brötchen gab es einen fertig gepackten Imbiss-Beutel. Den bekamen die Teilnehmer von Mitgliedern der DRK-Ortsgruppe überreicht. „Sie helfen uns bei der Abnahme regelmäßig“, so Olivia Köcher.

Weitere Informationen und Termine gibt es hier.

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