SZ +
Merken

Legenden starteten durch

Großenhain. Eins der Flugschau-Highlights war in keiner Ankündigung enthalten - der österreichische Oberstleutnant Ferdinand Wurzer, der mit seinem kleinen Saab-Kampfjet die verwegensten Figuren flog und damit das Publikum zu spontanen Beifallsbekundungen hinriss.

Teilen
Folgen

Großenhain. Eins der Flugschau-Highlights war in keiner Ankündigung enthalten - der österreichische Oberstleutnant Ferdinand Wurzer, der mit seinem kleinen Saab-Kampfjet die verwegensten Figuren flog und damit das Publikum zu spontanen Beifallsbekundungen hinriss. Vollkreise, Loopings, Rückenflüge, Durchstarten auf der Landebahn - alles wirkte so elegant, als seien Mensch und Maschine ein einziger Organismus. Die Österreicher hatten erst Mitte voriger Woche zugesagt, und sie flogen hier ihre einzige Vorführung in Deutschland.
Nahezu 80 000 Besucher zog es an den drei Veranstaltungstagen auf den Großenhainer Flugplatz, der seinem Ruf als einer der wolkenärmsten alle Ehre machte. Bei prächtigem, fast schon zu heißem Wetter brachte das Team um Harald und Peggy Krainz alle Vorführungen störungsfrei über die Bühne. Wing-Lady Peggy begeisterte mit ihrem Ritt auf der Boeing-Tragfläche. Die Königlichen Falken aus Jordanien ließen mit ihren Extra-300-Kunstflugmaschinen am Himmel Blumen erblühen, und die technischen Wunderwerke Klemm L 25 A oder Fokker Dr. I ("Roter Baron") haben nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Großenhain sah eine rundum gelungene vierte Show, die der Stadt und dem Flugplatz gut getan hat. Die Veranstalter müssen allerdings darauf achten, dass ihr Konzept künftig nicht in Routine erstarrt. (SZ/mm)