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Lehrpfad bei Halbendorf entsteht

Alle Bäume des Jahres sollen bald hier zu sehen sein. Zum zweiten Mal fand im Waldschulheim deshalb eine Pflanzaktion statt.

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© Uwe Soeder

Von Kerstin Fiedler

Was wird das denn für ein Nadelbaum sein? Förster Steffen Krausche erinnert die Viertklässler der Trinitatis-Grundschule Riesa an die Eselsbrücke: Lange Nadeln – Kiefer, weil das „ie“ langgezogen wird. Kurze Nadeln: Tanne. Also ist dieser Baum, den die Kinder hier pflanzen, eine Kiefer. Und wie alt ist sie? Auch hier lernen die 20 Mädchen und Jungen etwas dazu. Obwohl der Baum so groß ist wie die Zehnjährigen, ist er doch erst vier Jahre alt. Auch hier erläutert der Förster, woran man das erkennt.

Zum zweiten Mal hat das Waldschulheim eine solche Pflanzaktion gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft deutscher Wald veranstaltet. In diesem Jahr sponsert die Firma Fielmann die Bäume. Augenoptikermeisterin Korinna Jäckel ließ es sich nicht nehmen, die Kinder beim Pflanzen zu begleiten. „Fielmann engagiert sich seit vielen Jahrzehnten für Umwelt- und Naturschutz. Das Unternehmen pflanzt für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum“, sagt die Leiterin der Filiale in Bautzen. – Die Bäume aus dem Vorjahr sind gut angewachsen. Sie haben einen Schutz erhalten, damit die Zweige nicht angeknabbert werden. Die Vogelkirsche, Baum des Jahres 2010, blüht weiß. Der Bergahorn von 2009 hat schon erste Blätter angesetzt. „Bevor die Bäume gepflanzt wurden, sind sie schon ein paar Jahre in der Baumschule gezogen worden“, erklärt Jürgen Wagner, ehrenamtlicher Helfer im Waldschulheim.

Für die Kinder aus Riesa war der Besuch im Waldschulheim sehr ereignisreich. „Wir waren wandern, besuchten eine Schäferin, radelten bei doch sehr kühlen Temperaturen und hatten nun noch das zusätzliche Angebot, sehr viel über den Wald zu erfahren“, freuen sich Klassenlehrerin und Horterzieherin. Beide sind nicht zum ersten Mal in Halbendorf. „Wir finden es hier richtig schön“, sagen beide.

Den Kindern macht es Spaß, nicht nur die Bäume kennenzulernen, sondern sie auch einpflanzen zu dürfen. Auch den Baum des Jahres 2015, den Feldahorn, hatte Steffen Krausche auf dem Anhänger. Einen zweiten hochstämmigen Baum, die Rosskastanie, gab es dieses Mal. Insgesamt waren es 19 Bäume, die den geplanten Lehrpfad unweit des Waldschulheims ergänzen. Jeder Baum erhält später noch ein Schild mit der Bezeichnung und den Besonderheiten der Art.