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Das Leiden der Eltern spurlos verschwundener Kinder

Wenn Kinder plötzlich spurlos verschwinden, zählt jede Minute. Die Eltern müssen bereit sein, an die Öffentlichkeit zu gehen. Auch wenn das schmerzt

Kate und Gerry McCann, Eltern der vor 13 Jahren verschwundenen Britin Madeleine "Maddie" McCann halten bei einem Such-Aufruf das Foto ihrer Tochter.
Kate und Gerry McCann, Eltern der vor 13 Jahren verschwundenen Britin Madeleine "Maddie" McCann halten bei einem Such-Aufruf das Foto ihrer Tochter. © John Stillwell/PA Wire/dpa

Von Deike Diening

Die damals fünfjährige Inga Gehricke verschwand 2015 spurlos, als sie für ein Lagerfeuer mit anderen Kindern Holz holen wollte und keine 100 Meter durch einen Wald ging.

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Die 15-jährige Rebecca Reusch verschwand 2019 aus dem Haus ihrer Schwester in Berlin-Britz. Die dreijährige Madeleine McCann verschwand, wie wohl die halbe Welt weiß, 2007 aus einem Zimmer einer Ferienwohnung in Portugal, in dem sie mit ihren kleinen Geschwistern schlief.

Man müsse ihn sich jetzt haareraufend vorstellen, sagt Lars Bruhns am Telefon in seinem Haus nördlich von Hamburg. Haareraufend jetzt, aber im Prinzip die vergangenen 15 Jahre lang. Weil so wenig passiert ist, im Prinzip nichts, was die Situation für die Eltern vermisster Kinder grundlegend verbessert hätte.

Doch darauf arbeitet er hin mit seiner „Initiative vermisste Kinder“, die seine Mutter Monika Bruhns 1997 unter dem starken Eindruck des Falles Dutroux in Belgien gegründet hatte.

Ein Zittern ging durch die Cold Cases

Lars Bruhns ist weder Kriminalist noch Anwalt, kein Arzt oder Psychiater. Und doch hat er jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Vermisstenfällen. Er betreut und hilft Angehörigen, mit manchen entwickeln sich Freundschaften.

Er kennt die Familie von Rebecca Reusch, er hat der Mutter und den Geschwistern der verschwundenen Inga einen Urlaub ermöglicht. Doch zusätzlich will Bruhns Strukturen verbessern, damit man in Zukunft Verdächtige schneller findet.

Bruhns spricht deshalb mit Ermittlern und besucht internationale Kriminalistentagungen. Und er kann aus dem Stegreif die Details der letzten Fälle von Entführungen und Verbrechen benennen. Und welcher Hinweis zur Lösung des Falls geführt hat.

Als in den vergangenen Wochen plötzlich wieder Bewegung in den Fall Maddie McCann kam, als dort der deutsche verurteilte Sexualstraftäter Christian B. als Verdächtiger in den Fokus kam, ging auch ein Zittern durch die Cold Cases, die in Deutschland auf Lösung warten. 

Ein USB-Stick mit Kinderpornografie

Christian B., der in Portugal eine Frau vergewaltigt hatte, sitzt in einem Gefängnis in Kiel. Als Maddie verschwand, lebte er in der Gegend, besuchte immer wieder ein verlassenes Haus, 15 Kilometer von der Ferienanlage in Praia da Luz entfernt. Eine Verbindung, so schien es kurz, könnte es auch zum Fall der vermissten Inga Gehricke geben.

Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens besaß Christian B. bei Stendal in Sachsen-Anhalt ein verwahrlostes Fabrikgelände, etwa 80 Kilometer entfernt, wo man einen USB-Stick mit Kinderpornografie fand. Auch Kinderbadekleidung, auf der aber weder DNA von Maddie noch von Inga gefunden wurde.

Immer wenn irgendwo ein Verdächtiger ins Visier der Ermittler gerät, erreichen die seismischen Wellen auch andere Eltern, die seit dem Verschwinden ihrer Kinder wie auf Abruf leben.

Trillerpfeifen und eine Kinderschutzfibel

Lars Bruhns hatte schon früh in einem Interview Inga als die deutsche Maddie beschrieben. Beide Mädchen waren blond, eine drei, die andere fünf. Beide verschwanden aus einer vermeintlich völlig geschützten Umgebung. Schließlich die absolute Spurenlosigkeit.

Eine Entführung mit Missbrauch oder Tötung ist – empirisch – der unwahrscheinlichste Fall. Jedes andere Szenario ist unter den 60000 in Deutschland im Jahr als vermisst gemeldeten Kindern wahrscheinlicher. Umso wichtiger, dass man die kritischen Fälle schnell erkennt. Denn wenn tatsächlich ein Verbrechen begangen wurde, kommt es auf die ersten Stunden an.

Für Lars Bruhns fängt die Schieflage schon beim Begriff „Ausreißer“ oder „Ausreißerkinder“ an. Ermittlungstaktisch sei er sehr unglücklich gewählt. „Denn der legt sich schon auf ein Szenario fest: Ein Kind verschwindet aus eigener Entscheidung und kommt auch selbstständig wieder zurück.“

Bruhns hat erlebt, dass Eltern zu spät die Polizei alarmieren, aus Furcht, einen Prozess in Gang zu setzen, der nicht mehr rückholbar ist. Er ist dafür, Kinder mit Trillerpfeifen auszustatten, er will eine Kinderschutzfibel auflegen, die kostenlos an Schulen verteilt wird.

Die Überlebenschancen sinken schnell

Eventuell sei schon entscheidend, welchen Notruf eine entführte Person noch wählen kann. Der sogenannte Euro-Notruf 112 übermittelt im Gegensatz zur 110 immer automatisch den Standort des Handys, also der entführten Person. Selbst wenn man zum Zeitpunkt des Anrufs also nicht oder nicht mehr in der Lage ist, zu sprechen oder gar nicht weiß, wo man sich befindet.

Zeit ist im Falle einer Entführung der wichtigste Faktor, die Überlebenschancen sinken schnell. 76 Prozent der entführten Kinder überlebten nur drei Stunden. Aber wie beurteilt der Polizeibeamte, bei dem die Vermisstenanzeige eingeht, der von Verkehrsdelikten bis zum Einbruch nahezu alles erledigt, ob hier eine Entführung vorliegen könnte?

Bruhns vermisst eine zentrale, spezialisierte Einheit, die sich auf die Besonderheiten und die Symptome möglicher Entführungen versteht. An die alle Fälle weitergeleitet werden. Wo Experten nach klaren Kriterien die Fälle einschätzen und diejenigen aussortieren, bei denen ein Verbrechen denkbar ist. Die mit anderen Behörden international in Verbindung stehen und Mittel zur schnellen Kontaktaufnahme mit der Bevölkerung haben.

Doch „in Akut-Fällen versinkt die Polizei in Ohnmacht“, sagt Bruhns. Es gebe keine zentralisierten Verfahren, wie etwa in Österreich beim „KAP“, dem Kompetenzzentrum für abgängige Personen.

Womöglich ist das zu spät

In den USA funktioniert das zentrale System „Amber Alert“, das zum Beispiel schnell öffentliche Infotafeln bespielen kann, seit 1996. „Amber Alert“ hat laut Bruhns bisher 640 Kinder gerettet.

Im Fall Maddie haben die Ermittler sich lange auf die Eltern konzentriert. Im Fall Inga hat man tagelang angenommen, das Mädchen habe sich im Wald verlaufen und nicht wieder herausgefunden. In Deutschland stehe dem Erfolg auch entgegen, dass die Polizeidienstvorschrift besagt, eine Öffentlichkeitsfahndung werde erst nach Ausschöpfung der polizeilichen Mittel ausgelöst. Womöglich ist das zu spät.

Nach Ingas Verschwinden hat Bruhns mit der Polizei an einem Tag eine Internetseite eingerichtet: WoistInga.de Damit sich die Leute bei einer zentralen Stelle melden können, rund um die Uhr.

Mit flexibleren Strukturen, glaubt Bruhns, würde der Ermittlungserfolg weniger von den festen Sendezeiten von „Aktenzeichen XY … ungelöst“ oder den Öffnungszeiten einer Polizeidienststelle abhängen. Man könnte sofort auf Sendung gehen.

Die Hartnäckigkeit Angehöriger

Und wenn man mit den entsprechenden Systemen verbunden wäre, etwa dem Katastrophenalarm Katwarn, wie das zuletzt in Hessen geschehen ist, könnte man den im Umkreis eines Verschwindens eingeloggten Leuten sogar Informationen auf ihr Handy schicken.

Könnte. Bei jedem Fall glaubt Bruhns voraussehen zu können, wie es wieder falsch laufen wird. Bis dahin ist er mit der Firma Ströer, dem größten Anbieter digitaler Außenwerbung, eine Kooperation eingegangen: Im Akutfall gewährt der etwa auch Zugang zu Edeka-Supermarktbildschirmen.

Zu oft liege es nur an der Hartnäckigkeit Angehöriger, ob in Fällen mit erkalteten Spuren weiter ermittelt werde.

Die Beharrlichkeit der McCanns

Bruhns fallen die Göhrde-Morde ein, zwei Doppelmorde an Paaren, die 1989 in ihrer Grausamkeit die Bundesrepublik bewegten. Und fast 30 Jahre später nur deshalb aufgeklärt werden konnten, weil der Bruder einer ebenfalls vermissten Unternehmergattin nach seiner Pensionierung als Vize-LKA-Chef in Hamburg über Jahre mit einem Team, das er privat zusammengestellt hatte, weiter ermittelte.

Wenn jetzt durch die Beharrlichkeit der McCanns auch andere Fälle wieder aufgerollt würden, sei das doch gut. Auch für den Fall Inga, der jetzt wegen des Interesses an Maddie wieder im Gespräch ist. „Aber am Ende liegen die Akten wieder in Stendal“ sagt Bruhns, bei der zuständigen Ermittlungsbehörde. „Keiner kümmert sich. Der Fall ruht so vor sich hin.“

Die Einzigartigkeit eines jeden Falls, die Monstrosität und die Totalität des Verlustes für die Familien verstellen den Blick dafür, dass sogar hier Gemeinsamkeiten zu entdecken sind.

Die Öffentlichkeit – ihre einzige Chance

Während das schlimmste denkbare Ereignis jedes Mal jäh und blitzartig in das Leben der Betroffenen bricht, die Umgebung sich fassungslos zeigt, erkennt Lars Bruhns über die Zeit Muster und Mechanismen in der Prävention und zur Lösung der Fälle.

Wie der Rechtsanwalt Khubaib-Ali Mohammed, den man am Potsdamer Platz in Berlin in einer temperierten fünften Etage besuchen kann. Er hat die Mutter des vierjährigen Mohamed vertreten, der 2015 von Silvio S. ermordet wurde, der kurz zuvor schon den sechsjährigen Elias aus Potsdam umgebracht hatte.

Auf dem veröffentlichten Bild einer Überwachungskamera wurde der Mörder von dessen Mutter erkannt: an der Rechten den Vierjährigen, in der Linken einen Teddy. Anwalt Mohammed vertritt auch Inga Gehrickes Vater und die Familie von Rebecca Reusch.

„Wenn man will, dass die Ermittler sich der Sache noch intensiver annehmen, muss man die Öffentlichkeit suchen“, sagt Mohammed. Öffentlichkeit ist für die Eltern extrem belastend – und zugleich ihre einzige Chance.

Obwohl „Rebecca Reusch“ im Jahr 2019 bei Google Deutschland die meistgesuchte Wortkombination gewesen sei, ist sie noch immer verschwunden: „Spurenlage Null“. Zwar wurde Rebeccas Schwager dringend verdächtigt, aber für einen Beweis reichten die Indizien nicht aus. 

Jedes Mal wenn es neue Vermisstenfälle gebe, werde auch bei ihm wieder nachgehakt, sagt Mohammed. Und falls Rebecca bis dahin nicht zurück ist, werde auch zum kommenden Jahresanfang von Medien gefragt: Jetzt ist das Mädchen zwei Jahre weg – was weiß man denn? „So entsteht dann der sogenannte Ermittlungsdruck.“

Gerade am Anfang sei Öffentlichkeit wichtig, „damit die Sache eine gewisse Fallhöhe kriegt“. Da brauche es Bilder und Wortmeldungen. Personen und Sätze, mit denen sich dann die Öffentlichkeit und die Ermittler identifizieren und einen persönlichen Bezug aufbauen können.

Öffentlichkeit sei dann weiter notwendig, damit das Interesse nicht stirbt. „Sonst muss man nach einer gewissen Dauer darauf vertrauen, dass sich nach der Schließung der Akten noch irgendwann ein eifriger Ermittler findet, der aus persönlichem Ehrgeiz dranbleibt.“

Das Thema Öffentlichkeit ist zweischneidig, denn „als Zusatzgeschenk bekommen sie jede Menge Spinner“, sagt Mohammed. In sozialen Netzwerken schreiben psychisch Kranke die Eltern an und werfen ihnen vor, sie würden jetzt ihre Berühmtheit genießen.

Grausame Scherzbolde melden sich („Hey Papa, ich bin hier, hol’ mich ab“) und Wahrsager, die auf ihre seherischen Fähigkeiten verweisen: Sie wüssten, wo die Leiche liege. Man müsse dort nur graben.

Ansehen, sagt Mohammed, müsse man diese Wortmeldungen trotzdem alle – denn möglicherweise sei ein relevanter Hinweis dabei. Manchmal springe sogar die Polizei darauf an. Erst kürzlich habe sie im Fall Inga auf Zuruf eines solchen „Wahrsagers“ ein Waldstück durchsuchen lassen.

Und dann gebe es noch die Geschäftemacher. Gerade prüft Mohammed zwei Abmahnungen gegen Youtube-Filmer, die im Fall Rebecca Reusch Unwahrheiten verbreitet haben und das Schicksal der Familie für ein paar Klicks missbrauchen wollen. „Das ist aus meiner Sicht maximal abstoßend.“

Eine klare Fokussierung auf den Täter

„Die Gefühlslage von Eltern vermisster Kinder ist unsortierter als die von Eltern, deren Kinder ermordet wurden oder anders gestorben sind, zum Beispiel bei einem Autounfall“, sagt er.

Denn dort gebe es immerhin eine klare Fokussierung auf einen Täter oder einen Schuldigen, auf die Autofahrer oder den Verkehr insgesamt. „Dann kanalisieren sich die Gefühle in eine Richtung.“

Die Eltern, deren Kinder spurlos verschwunden sind, haben keinen Fokus. „Sie verhalten sich in vielen Punkten für einen Außenstehenden irrational – und lenken damit manchmal sogar den Verdacht auf sich.“ Ermittler, sagt Mohammed, seien auf diese irrlichternden Gefühle oft nicht vorbereitet.

Der Rechtsanwalt hat Eltern eines Opfers erlebt, die eine Stiftung im Namen ihres Sohnes gründeten. Andere haben das Kinderzimmer jahrelang unverändert belassen, die Mutter benutzt es, um heute noch dort mit ihrem Kind zu reden. „Da lässt sich keine Linie erkennen – die einen wenden sich maximal nach innen, die anderen maximal nach außen.“

Die Eltern von Maddie McCann, sagt Mohammed, haben in seinen Augen „alles richtig gemacht“. Sie haben es verstanden, über Jahre das Interesse an ihrem Fall wachzuhalten.

Polizisten aus Großbritannien und Portugal auf der Suche nach Madeleine McCann.:
Polizisten aus Großbritannien und Portugal auf der Suche nach Madeleine McCann.: © Nick Ansell/PA Wire/dpa

Als vier Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens die öffentliche Neugier abzuebben drohte, füllte Kate McCann die Nachrichtenflaute mit einem Buch. Die Eltern sammelten Geld, beauftragten Privatdetektive, suchten prominente Unterstützer. Ihr Sprecher ist ein ehemaliger BBC-Journalist, dazu kommen ihre Anwälte, „sehr professionell“.

Dafür sind sie angefeindet worden. Aber ihr Fall, der 2008 offiziell eingestellt wurde, wurde 2012 wieder aufgenommen. Sollte Maddie gefunden werden, ist klar, dass ohne den oft als penetrant empfundenen Einsatz der Eltern das Interesse viel früher erloschen wäre.

Verzweiflung und Hoffnung

In den vergangenen Wochen wurde in Portugal ergebnislos in Brunnen nach Madeleine McCanns Leiche gesucht. Das Mädchen ist nun 13 Jahre verschwunden, Inga Gehricke fünf und bei Rebecca Reusch werden es im kommenden Februar zwei. In Mohammeds Büro stehen Pflanzen in Hydrokultur, ein Verfahren, das sehr lange und kontinuierlich Wasser vorhalten kann.

Die Gefühle der Eltern vermisster Kinder bewegten sich in langen Jahren auf und ab wie eine Sinuskurve, sagt Mohammed: mit Ausschlägen in beide Richtungen, Verzweiflung und Hoffnung.

Im Fall Inga habe die Kurve vor zwei Jahren nach oben ausgeschlagen, als sich ein schwer kranker Pfarrer aus dem Raum Wuppertal meldete, der sagte, das Mädchen werde auf einem Bauernhof gefangen gehalten.

Er geht selbst Spuren nach

Als die Ermittler ihn zum genauen Ort befragen wollten, berief er sich auf das Beichtgeheimnis und starb am folgenden Tag. „Wenn stimmt, was der Pfarrer sagte, dann ist Inga am Leben.“ Wenn die Verbindung zu Christian B. stimmt, gilt „aller Wahrscheinlichkeit nach das Allerschlimmste“, sagt Mohammed. Was sollen die Eltern glauben?

Khubaib-Ali Mohammed sieht seine Aufgabe auch darin, Anstöße für die Ermittlungen zu geben, manches Mal geht er selbst Spuren nach. „Sonst bräuchten mich die Eltern nicht“, sagt er.

Hat er erst einmal Akteneinsicht, kann er auf Punkte hinweisen, die ihm relevant erscheinen. „Meine Aufgabe ist es, die Perspektive von Telewinkel auf Weitwinkel zu erweitern.“ Es sei wie bei einem Puzzle: Wer einmal ein Teil falsch verbaut habe, müsse am Ende zur Not vermeintlich fertige Teile wieder aufreißen. „Das fällt Ermittlungsgruppen sehr schwer und da muss ich daher oft ansetzen.“

Die Kameraaufnahmen: gelöscht

Anwalt Mohammed leitete den Hinweis an die Staatsanwaltschaft weiter, jemand habe Rebecca Reusch in einem Einkaufszentrum in Krakau gesehen.

Ermittler brachten dort in Erfahrung, dass die Kameraaufnahmen zu diesem Zeitpunkt im regelmäßigen Turnus schon gelöscht worden waren: kein Ergebnis also, aber immerhin habe man diese Spur verfolgt.

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„Die Eltern hoffen dann jedes Mal aufs Neue, dass ihr Kind noch am Leben ist. Denn das spricht ihre Urinstinkte an: dass das Kind noch leben möge. Und dass sie als Eltern noch etwas tun können.“ Auch, wenn häufig alle Erfahrungswerte und Statistiken dagegensprechen.

Die Staatsanwaltschaft in Stendal sagt, es gebe keine Beweise für eine Verbindung der Fälle von Maddie und Inga. Ingas Vater will den neuen Anlass trotzdem nutzen: Er fordert, dass jetzt neu ermittelt wird. Mit einem frischen Team.

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