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Leidenschaft für 240 Rosenstöcke

In Reinhard Zerges Garten blüht es fast das ganze Jahr über. Er will Natur mit allen Sinnen genießen. Seine Rosen müssen duften.

Gießen ist an diesen heißen Tagen obligatorisch. Zerge wässert seinen Garten jeden zweiten oder dritten Abend bis zu zwei Stunden lang. Selbst Pflanzen, die sonst mit der Trockenheit gut zurechtkommen, brauchten in diesem Jahr Wasser.
Gießen ist an diesen heißen Tagen obligatorisch. Zerge wässert seinen Garten jeden zweiten oder dritten Abend bis zu zwei Stunden lang. Selbst Pflanzen, die sonst mit der Trockenheit gut zurechtkommen, brauchten in diesem Jahr Wasser. © Dietmar Thomas

Döbeln. Wenn es um seinen Garten geht, kommt Reinhard Zerge auch mal ins Philosopieren. „Wer Verständnis für den Garten hat, der hat auch Verständnis für die Natur. Und der merkt auch, dass wir zur Natur gehören“, sagt der ehemalige Chef der Döbelner Stadtwerke. 

Nachdem er vor vier Jahren in den Ruhestand getreten war, habe ihn der Garten sehr geholfen, in seinem neuen Leben anzukommen.

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Als Kind viel gelernt

Schon seine Eltern hatten einen Schrebergarten in Roßwein. Als Junge musste er immer mit ran. „Da lernt man fürs Leben“, sagt Zerge. In den 1990er Jahren hat Zerge schließlich an der Nordstraße ein Haus gebaut. Der Garten wurde damals in seinen Grundzügen von einem Fachmann angelegt. Nach den klassischen Gestaltunsregeln: große Gewächse hinten, dann die mittleren, vorn die niedrigen. Pflanzen in Dreiergruppen. Die größeren Bäume stammen aus der Zeit. „Zwei Drittel habe ich aber selbst angepflanzt“, sagte Zerge.

Das ist ein seltener Anblick im Blühgarten. Den Apfelbaum hat Zerge zum 50. Geburtstag geschenkt bekommen. Dazu noch einen Kirschbaum. Ansonsten baut er wenig Obst und Gemüse an. Ein paar Tomaten in einem kleinen Gewächshaus, Erd- und ein paar andere Beeren – das war’s.
Das ist ein seltener Anblick im Blühgarten. Den Apfelbaum hat Zerge zum 50. Geburtstag geschenkt bekommen. Dazu noch einen Kirschbaum. Ansonsten baut er wenig Obst und Gemüse an. Ein paar Tomaten in einem kleinen Gewächshaus, Erd- und ein paar andere Beeren – das war’s. © Dietmar Thomas
Auch Frösche gibt es im Garten an der Nordstraße. In Ermanglung eines Teiches aber dekorative aus Stahlblech. Was andere Gartenliebhaber für unerlässliche Accessoires halten, ist bei Zerge eher selten. Die Frösche erregen aber das Interesse seines kleinen Enkels. Der hat auch ein Badebassin in Opas Paradies stehen.
Auch Frösche gibt es im Garten an der Nordstraße. In Ermanglung eines Teiches aber dekorative aus Stahlblech. Was andere Gartenliebhaber für unerlässliche Accessoires halten, ist bei Zerge eher selten. Die Frösche erregen aber das Interesse seines kleinen Enkels. Der hat auch ein Badebassin in Opas Paradies stehen. © Dietmar Thomas
In Reinhard Zerges Garten blüht immer etwas, wenn auch jetzt im Sommer weniger als im Frühjahr. Der Sonnenhut gehört jetzt zu den Pflanzen, die Farbe in den Garten bringen. Auch einige Rosensorten zeigen das ganze Jahr über Blüten. Wenn die Rosen gesund sind, können sie bis in den Spätherbst Blüten tragen.
In Reinhard Zerges Garten blüht immer etwas, wenn auch jetzt im Sommer weniger als im Frühjahr. Der Sonnenhut gehört jetzt zu den Pflanzen, die Farbe in den Garten bringen. Auch einige Rosensorten zeigen das ganze Jahr über Blüten. Wenn die Rosen gesund sind, können sie bis in den Spätherbst Blüten tragen. © Dietmar Thomas
Die „Belle Fleur“ ist eine Rosensorte, die es schon zu DDR-Zeiten gab. Sie ist zweifarbig und duftet stark. Zerge rät, auf die Resistenz der Rosensorten gegen Sternrußtau und Mehltau zu achten, damit sie nicht erkranken. Rosenstöcke müssen gut gepflegt und gedüngt werden, damit sie viele Blüten tragen.
Die „Belle Fleur“ ist eine Rosensorte, die es schon zu DDR-Zeiten gab. Sie ist zweifarbig und duftet stark. Zerge rät, auf die Resistenz der Rosensorten gegen Sternrußtau und Mehltau zu achten, damit sie nicht erkranken. Rosenstöcke müssen gut gepflegt und gedüngt werden, damit sie viele Blüten tragen. © Dietmar Thomas

So ein Garten ist etwas für alle Sinne, meint Zerge. In seinem kleinen Paradies blüht und duftet immer irgendetwas. Im Februar zeigt die Zaubernuss ihre Blüten. Im Frühjahr geht es los mit Frühblühern und Pflanzen wie dem Hartriegel. Er hat davon einige Sorten. Der Winterjasmin blüht im Dezember. Dazwischen blüht der Rhododendron. Zerge hat davon 30 bis 40 Büsche in seinem Garten. Dazu noch um die 50 Azaleen.

Gebrüder Grimm und Goldelse

 Seine besondere Liebe gilt aber den Rosen. 240 Stöcke pflegt er. In diesem Jahr hat er nach der ersten Blüte vier Schubkarren abgeschnittene Blütenblätter weggeschafft. Auf zwei Rabatten hat Zerge die Stöcke in Gruppen um hochstämmige Rosen angeordnet. Sie haben Namen wie „Gebrüder Grimm“ und „Leonardo da Vinci“. 

Die „Goldelse“ sei besonders für Anfänger geeignet. „Die ist ein Dauerblüher und nicht kaputtzukriegen“, sagt Zerge. Er hat auch Lionsrosen, was er passend findet, denn er Mitglied des Lions Clubs. Zerge mag englische Duftrosen. Seine Lieblingssorte ist aber die „Belle Fleur“. „Die ist zweifarbig und hat einen tollen Duft.“

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