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Fahrradverleih: Desinfektion nach jedem Ausflug

Nach der coronabedingten Pause sind in Radeberg wieder die orangefarbenen Citybikes von "FahrRadeberg" unterwegs.

Die orangefarbenen Räder sind wieder in Radebergs Straßen zu sehen.
Die orangefarbenen Räder sind wieder in Radebergs Straßen zu sehen. © XXX

In den vergangenen Monaten suchte man in Radeberg vergeblich nach den orangefarbenen Fahrrädern, die sich Touristen und Einheimische in den vergangenen Jahren ausleihen konnten, um so bequem durch die Bierstadt zu radeln. 

Seit Anfang August kann man sich nun wieder auf die auffallend gestrichenen Räder schwingen, um die Stadt zu erkunden.
Eigentlich wollten die Initiatoren der Leihfahrrad-Aktion „FahrRadeberg“ die derzeit zur Verfügung stehenden 16 Leihbikes im April diesen Jahres wieder an den gewohnten Stationen in der Innenstadt aufstellen.

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Jeder Radeberger und Gast hat normalerweise die Möglichkeit, sich kostenfrei bis zu drei Tagen ein oranges Fahrrad aus dem sozialen Projekt auszuleihen. Doch als im März der Corona-Lockdown kam, habe man davon erst mal Abstand genommen, erklärt Gert Loose, einer der Macher.

Vor allem Lenker und Sattel reinigen

So blieben die Zweiräder in der Werkstatt. „Wir wussten ja anfangs überhaupt nicht, wie wir mit dieser neuen Situation umgehen sollten“, so der Radeberger weiter. Die Frage, die im Raum stand: Sollten die Nutzer die Räder nach jeder Leihe desinfizieren? Sollte man sie überhaupt nutzen? Kann man sich bei den Rädern gar mit Covid-19 anstecken? Fragen, mit denen man sich auch bei der Stadtverwaltung beschäftigt habe, so Loose weiter. Schließlich steht in Zeiten von Corona das Thema „Desinfektion“ hoch im Kurs. Da muss alles gründlich gesäubert werden. Die Übertragungsmöglichkeiten von Corona über Oberflächen werden zwar nach wie vor als gering eingeschätzt. Trotzdem rät Loose allen künftigen Nutzern dieser Leihbikes, diese doch nach Möglichkeit vor und nach dem Gebrauch zu desinfizieren. Vor allem Lenker und Sattel solle man da reinigen, so Loose weiter.

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Vor fünf Jahren wurde die Leihfahrrad-Aktion „FahrRadeberg“ ins Leben gerufen. Gebrauchte und gespendete Fahrräder werden dabei auf ihre Funktionstüchtigkeit und Verkehrstauglichkeit geprüft und bei Bedarf repariert. Danach gibt es die markante Farbe und eine Registriernummer, ehe sie ausgeliehen werden können.

Die funktionstüchtigen Bikes stehen an vier Ausgabestellen in der Stadt. Was den Radeberger Loose freut, ist, dass gerade im Sommer etliche Touristen auf diese orangefarbenen Zweiräder zurückgreifen. Sei ja auch praktisch, meint er. Wer am Bahnhof aus dem Zug steige, der könne gleich losradeln. Wer ein Rad haben möchte, muss sich an den Ausleihstationen registrieren lassen, sich ausweisen, um den Schlüssel für das gesicherte Rad zu bekommen. Drei Tage lang kann man mit dem Leihfahrrad herumfahren, in Ausnahmefällen auch schon mal länger.

Zahl der Ausleihen steigt

Gert Loose ist, wenn er auf die zurückliegenden fünf Jahre zurückschaut, zufrieden mit der Entwicklung der Aktion. „Die Zahl der Ausleihen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen“, so der Rentner. Übrigens gehört Radeberg zu den wenigen Städten Deutschlands, wo man für die Nutzung der Leihfahrräder nichts zu bezahlen braucht. Mittlerweile verzeichne man hier so rund 200 Ausleihen pro Jahr. Die 16 Räder werden natürlich regelmäßig in der Werkstatt durchgecheckt, erzählt Loose.
Ein Großteil der Räder steht am Bahnhof. Ob man in diesem Jahr wieder auf eine ähnlich hohe Ausleihe wie im vergangenen Jahr komme, nun, Loose hofft es. Zu erwarten sei es aber nicht unbedingt. Wegen Corona, und auch, weil in diesen pandemischen Zeiten etliche Radeberger, die sonst nur gelegentlich die Citybikes nutzten, sich „bestimmt mittlerweile ein eigenen Rad zugelegt haben“, so Loose. Das sei ein Trend, den man ja auch in vielen Radgeschäften sehen könne. Radfahren sei ja zunehmend „in“ geworden, so Loose.

Seitdem die 16 orangefarbenen Räder wieder an den Ausgabestellen zu finden sind, sind diese aber bisher kaum, genutzt worden. „Ist bisher ein ziemlich verhaltener Auftakt. Seit Anfang August habe man gerade mal zehn Ausleihen registriert.
Bis Anfang November kann man in Radeberg noch eines der Leihfahrräder nutzen. Danach haben sie Pause, geht es in die Werkstatt, wo alle Zweiräder durchgecheckt und generalüberholt werden. Fürs kommende Jahr.

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