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Leisniger Jahrgangstreffen auf der Kippe

Muss die Oberschule mit dieser Tradition brechen? Finden sich keine Nachfolger für den Vorstand des Fördervereins, könnte das durchaus passieren.

Auf dem Bolzplatz vor der Peter-Apian-Oberschule spielten schon viele (ehemalige) Schüler. Im Schulverein engagieren sich nur wenige.
Auf dem Bolzplatz vor der Peter-Apian-Oberschule spielten schon viele (ehemalige) Schüler. Im Schulverein engagieren sich nur wenige. © André Braun

Leisnig. Auf der Lehrerkonferenz hat Ulrike Hünerfauth, Vorsitzende des Schulvereins „Peter Apian“, schon für eine Mitarbeit bei den Förderern geworben. Nun will sie versuchen, die Arbeit des Vereins bei den ersten Elternabenden vorzustellen. Denn: Ohne neue Mitglieder und vor allem solche, die nach 2021 Verantwortung übernehmen, droht der Förderverein den sprichwörtlichen Bach runter zu gehen. In zwei Jahren wollen alle derzeitigen Vorstandsmitglieder aufhören. Damit würde vieles einschlafen, darunter auch die Jahrgangstreffen.

Das inzwischen vierte hat es 2017 gegeben. Den Hut bei der Organisation hatten die Förderer auf. Einige von ihnen sind schon längst im Rentenalter und würden organisatorische Aufgaben gern abgeben. Das könnte sich Ulrike Hünerfauth auch von den Ehrenamtlichen vorstellen, die vor jedem Fest einen Grundschulraum in ein historisches Klassenzimmer verwandeln.

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„Sollte sich kein neuer Vorstand finden und das Aus für den Verein die Konsequenz sein“, sagte die derzeitige Vorsitzende, „könnte ich mir vorstellen, dass statt der aufwendigen Jahrgangstreffen eine Art Schulfest gefeiert und dieses mit Klassen- oder Jahrgangstreffen verbunden wird.“ Allerdings: Auch dafür müsste es dann einen Kreis geben, der das Fest vorbereitet.

Den Schulverein „Peter Apian“ gibt es seit inzwischen 26 Jahren. Besonders als der Schulstandort in Gefahr war, haben die Vereinsmitglieder die Werbetrommel gerührt. Aus der Zeit stammen die Abende der offenen Tür für künftige Fünftklässler und Begrüßungspakete für die neuen Schüler, die noch immer gut ankommen.

Weil Eltern von den weiteren Aktivitäten immer weniger gehört hatten, ließen die Vereinsmitglieder erst im Frühjahr Flyer drucken. Die Förderer unterstützen unter anderem auch die Fahrten der Fünftklässler ins Schullandheim nach Wangerooge und die Theaterabende. Dank ihrer finanziellen Zuschüsse konnte das Projekt „Roberta“ angeschoben werden, bei dem Schüler das Programmieren für den Alltag und den späteren Beruf lernen.

www.schulen.leisnig.de 

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