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Feuerwehreinsatz nach Unkraut-Abfackeln

Bei der Hof- und Gartenpflege hat ein Mann in Leisnig einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Nun ermittelt die Polizei.

Nur für einen kurzen Einsatz mussten Leisnigs Feuerwehrleute am Donnerstagmittag die Schläuche ausrollen. Symbolfoto: Philipp Schulze/dpa
Nur für einen kurzen Einsatz mussten Leisnigs Feuerwehrleute am Donnerstagmittag die Schläuche ausrollen. Symbolfoto: Philipp Schulze/dpa © dpa

Leisnig. Gegen 11 Uhr heulte im Stadtgebiet die Sirene. Geschickt wurden die Helfer zu einem Laubenbrand an die Eulenbergstraße, wie der stellvertretende Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz Andrzej Rydzik inzwischen auf Anfrage von Sächsische.de bestätigte. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Kita "Wirbelwind".

Passanten staunten über die große Zahl der Feuerwehrautos, die vorfuhren.  "Wir waren mit 24 Leuten aus Leisnig und Brösen-Gorschmitz sowie fünf Fahrzeugen vor Ort", so Einsatzleiter René Gentzsch.  Dies hänge mit der Ausrückeordnung für Brände dieser Art zusammen. 

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Letztlich mussten die Feuerwehrleute nur noch eine Restablöschung vornehmen. "Mitarbeiter der gegenüberliegenden Bäckerei waren schon zu Hilfe geeilt und hatten mit dem Löschen begonnen", erklärte René Gentzsch. 

Nachbarn verhindern höheren Sachschaden

Entstanden ist der Brand nach Angaben der Polizei beim Abfackeln von Unkraut mithilfe eines Gasbrenners. Dabei seien Flammen auf einen benachbarten Schuppen übergesprungen.  

Den  Sachschaden gibt  Andrzej Rydzik mit 500 Euro an. Wie er sagte, ermittelt die Polizei weiter, und zwar wegen fahrlässiger Brandstiftung. 

Für die Leisniger Feuerwehrleute war der Einsatz am Donnerstagmittag der mittlerweile 38. in diesem Jahr. Während des Sturms am Mittwoch waren sie zu zwei  Hilfeleistungen unterwegs. Dabei  galt es, umgestürzte Bäume aus dem Weg zu räumen. 

Noch keine Analyse-Ergebnisse nach Chemieunfall

Vergangenen Freitag wurden  die Feuerwehrleute zu einem vermeintlichen Brand an die Weststraße gerufen. Dort hatten sie und weitere Helfer dann noch bis zum nächsten Morgen zu tun. 

Womöglich giftige Dämpfe waren über einem alten Fabrikgelände aufgestiegen. Die zu unterbinden und belastetes Material vom Grundstück und aus Leisnig wegzuschaffen, das war Aufgabe der Ehrenamtlichen und hinzugezogener Helfer. 

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Mit dem Ergebnis der Analyse wird am Montag gerechnet. Dann steht fest, welche weiteren Schritte es geben muss.

Ein Ergebnis, welche Stoffe freigesetzt worden sind, zu welchen chemischen Reaktionen es gekommen war, lag bis Donnerstagmittag nicht vor. (DA/sig)

Der Beitrag ist am 27. August um 14.20 Uhr aktualisiert worden.

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