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Leitungswasser für die Stadträte

Manchmal dauert es ewig, bis eine Anregung umgesetzt ist. Es kann aber auch schnell gehen.

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© dpa/Lukas Schulze

Erst im November hatte sich die Grünenpolitikerin Maria-Christin Anderfuhren gewünscht, dass die Stadt Leisnig umdenkt. Für den Anfang, was die Getränkeversorgung der Räte zu deren Sitzung betrifft. Statt auf Sprudelwasser in Plastikflaschen sollte doch – der Umwelt zuliebe – auf Wasser in Glasflaschen zurückgegriffen werden. Am besten sogar noch auf Trinkwasser aus der Leitung, so Maria-Christin Anderfuhren.

Darauf hat die Verwaltung prompt reagiert. Die Stadträte bekamen bei ihrer Zusammenkunft in der vergangenen Woche tatsächlich Leitungswasser als Erfrischung hingestellt. Dargereicht wurde das in Karaffen, die der regionale Trinkwasserdienstleister zur Verfügung gestellt hat, wie Bürgermeister Tobias Goth (CDU) aufklärte. Er motivierte die Räte, beim Lebensmittel Nummer 1 in Deutschland zuzugreifen.

Künftig könnte das noch mit Zusätzen angereichert werden, schlug einer der Verwaltungsmitarbeiter mit einem Augenzwinkern vor. Baldrian etwa sei dann angebracht, wenn ein aufregendes Thema zu beraten sei. Dazu musste es bei der letzten Leisniger Ratssitzung in diesem Jahr aber nicht kommen, selbst wenn es einige Diskussionen gab, vor allem über außerplanmäßige Ausgaben. Die haben die Räte unter anderem für eine Kostenerhöhung beim Altstadtfest 2019 und für die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges freigegeben. Dieses soll vom Bauhofteam unter anderem beim bevorstehenden Winterdienst eingesetzt werden. (DA/sig)