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Lern-Lücken auf der Spur

Neustart im Corona-Modus: Sächsische.de begleitet die ersten Tage die Grundschule Waldheim. Heute: Inklusionsassistentin Aline Hielscher.

Aline Hielschers Aufgabe ist es, nach dem Neustart in der Waldheimer Grundschule bei den Schülern Lücken im Lernstoff zu erkennen und zu versuchen, diese zu schließen.
Aline Hielschers Aufgabe ist es, nach dem Neustart in der Waldheimer Grundschule bei den Schülern Lücken im Lernstoff zu erkennen und zu versuchen, diese zu schließen. © Lars Halbauer

Waldheim. Für Aline Hielscher ist der Neustart in der Grundschule Waldheim nach der wochenlangen Schulschließung wegen der Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung. Ihre Aufgabe ist es, die Schüler dort abzuholen, wo sie im Lernstoff stehen geblieben sind. Wo das ist, muss sie erst herausfinden.

Aline Hielscher ist Inklusionsassistentin und seit 2018 als solche in der Grundschule Waldheim tätig. „Meine Aufgabe ist es, Kinder mit Lernproblemen zu unterstützen. Das geht so weit, dass durch gezielte Förderung zum Beispiel ein Wechsel auf eine Förderschule verhindert werden kann“, erklärt die Diplom-Sozialpädagogin. Gerade jetzt, nachdem die Schüler mehrere Wochen zu Hause lernen mussten, sieht sie in ihrer Arbeit eine besondere Bedeutung.

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Zunächst gelte es zu analysieren, inwieweit die Kinder mit dem Lernstoff zuhause zurechtgekommen sind. Wenn sie nach den ersten Tagen auch noch keine umfangreiche Analyse abgeben kann, sei sichtbar geworden: Es gibt Unterschiede. „Viele Schüler haben das Homeschooling sehr gut gemeistert. Andere haben gut angefangen, es dann aber nach einiger Zeit schleifen lassen“, schätzt Aline Hielscher ein. Zudem gebe es aber auch einzelne Schüler, denen sowohl die Motivation als auch die Unterstützung durch die Eltern gefehlt haben. Diese Lücken gelte es jetzt zu erkennen, aufzuarbeiten und bestenfalls zu schließen.

Dabei arbeitet die Inklusionsassistentin eng mit den jeweiligen Klassenlehrern zusammen. „Teilweise bin ich selbst in den Klassen. Manchmal hole ich mir einzelne Schüler heraus und wiederhole mit ihnen den Lernstoff, damit sie an den Wissensstand der Klasse wieder herankommen“, sagt sie. Dabei handele es sich meistens um solche Kinder, denen das Lernen ohnehin schwerfällt und mit denen sie auch schon vor der Corona-Krise gearbeitet hat.

Probleme aus dem Weg räumen

Häufig komme es aber auch vor, dass sie mit den Kindern erst ganz andere Probleme aus dem Weg räumen muss, etwa wenn zu Hause etwas nicht stimmt, sich die Eltern gestritten haben. „Dann bringt es gar nichts, mit Schulaufgaben zu beginnen, sondern ich muss erst einmal zuhören“, erklärt Aline Hielscher. Auch über das Coronavirus hat sie in letzter Zeit viel mit den Kindern gesprochen.

In Anbetracht der strengen Hygieneauflagen, die derzeit in der Grundschule einzuhalten sind, ist sie in den ersten Tagen nach dem Neustart auch als Aufsicht in den Pausen eingesetzt. „Ich achte mit darauf, dass sich die Kinder unterschiedlicher Klassen nicht begegnen.“ Sie freut sich, dass die Mädchen und Jungen die Hygieneregeln „schon verinnerlicht haben. Das Händewaschen funktioniert bei fast allen schon automatisch“, sagt sie.

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Während der Schulschließungen hat Aline Hielscher im Austausch mit den Klassenlehrern Themen für die Zeit danach ausgearbeitet. Das kommt ihr jetzt zugute. Zudem übernahm sie während der Zeit, als nur die Viertklässler in die Schule duften, für eine halbe 4. Klasse die Nachmittagsbetreuung.

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