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Leserbrief

Zum Thema Feuerwehr, dem neuen Objekt in Leisnig, in das auch die Ortswehr Brösen/Gorschmitz einziehen soll, erhielten wir folgende Wortmeldung: Mit der Feuerwehr statt gegen sie Als Angehöriger der Freiwilligen...

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Zum Thema Feuerwehr, dem neuen Objekt in Leisnig, in das auch die Ortswehr Brösen/Gorschmitz einziehen soll, erhielten wir folgende Wortmeldung:

Mit der Feuerwehr statt gegen sie

Als Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr Leisnig, Abteilung Brösen/Gorschmitz, und ehemaliger Wehrleiter habe ich mich in der Stadtratssitzung am 26. Oktober zu Wort gemeldet. Ich wollte Probleme der Feuerwehr ansprechen und dazu Fragen stellen, bin aber barsch abgewiesen worden. Schon das ist für mich bedenklich, wie seitens des Bürgermeisters mit ehrenamtlich tätigen Bürgern umgegangen wird. Weil ich nun in dieser Sitzung kein Gehör fand, fühle ich mich angeregt, mich auf diesem Weg zu äußern.

Voranstellen möchte ich, dass es an der Zeit ist, seitens der Stadt die einzelnen Abteilungen der Feuerwehr Leisnig nicht mehr gegeneinander auszuspielen und auch keinen Druck auszuüben. Es sollte mehr mit der Feuerwehr als sachkompetenten Partner als über die Feuerwehr geredet werden.

Wie sollte es nun mit der Feuerwehr Leisnig und auch der Abteilung Brösen/Gorschmitz weitergehen? Wie bekannt ist, sollen wir in das neue Gerätehaus nach Leisnig beordert werden. Wir wollen jedoch in Brösen bleiben, damit unsere Abteilung erhalten bleibt. Dafür kämpfen wir auch. Das sollte uns niemand verübeln. Wir sind eben deshalb für die Feuerwehr und kommen damit der Stadt Leisnig entgegen. Wir bilden uns auch ein, einen kulturellen Anteil für die Ortsteile zu erbringen. Die Feuerwehr ist das Letzte, was aus den Ortsteilen verschwinden sollte.

Mit der finanziellen Absicherung durch den Feuerwehrverein Brösen/Gorschmitz – ohne Beteiligung der Stadt Leisnig – hat unsere Abteilung ein Rolltor für unser Gerätehaus angeschafft und in vielen geleisteten Stunden eingebaut, damit eine mehrfach angesprochene Unfallgefahr beseitigt ist. Wir tun also auch etwas.

Unseren Schulungsraum haben wir Ende März durch den Verkauf der ehemaligen Schule in Brösen eingebüßt. Die Jugend des Ortes wurde damit auch gleich an die Luft gesetzt. Zu einem Dorfgemeinschaftshaus ist es also nicht gekommen, übrigens in keinem Ortsteil von Leisnig. Inzwischen hat uns der Landwirt Herr Kölz in seinem Gehöft gegenüber unserem Gerätehaus einen als Schulungsraum nutzbaren Raum zur Verfügung gestellt. Dieser ist wahrscheinlich auch über längere Zeit nutzbar, sodass kein Zwang mehr besteht, dass wir nach Leisnig müssen.

Wir haben also etwas für den Fortbestand unserer Abteilung getan. Wir sind in Leisnig die größte Ortswehr mit vielen jungen Leuten, die am ehesten fast zu jeder Tageszeit selbstständig agieren könnte. Uns fehlt nur noch etwas modernere Löschtechnik, damit wir auch Wasser an Bord haben, wie zum Beispiel die Abteilung Minkwitz. Gotthard Pönitz, Brösen

Meinungen an: Döbelner Anzeiger, Rosa-Luxemburg-Straße 5, 04720 Döbeln. Im Interesse der Wiedergabe möglichst vieler Briefe behalten wir uns das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor. Für eventuelle Rückfragen ist die Telefonnummer nützlich. Bitte auch bei E-Mails an [email protected] die Adresse angeben.