SZ +
Merken

leserbriefe

Uwe K.* aus Porschdorf hat schlechte Erfahrungen gemacht: Schon mit 43 kaum noch eine Chance Ich bin 43 Jahre, langzeitarbeitslos und von Beruf „Fliesenleger“. Aussicht auf eine Anstellung habe ich sicher nur in Holland, der Schweiz oder in Österreich, nur eben in meiner Heimat nicht.

Teilen
Folgen

Uwe K.* aus Porschdorf hat schlechte Erfahrungen gemacht:

Schon mit 43 kaum noch eine Chance

Ich bin 43 Jahre, langzeitarbeitslos und von Beruf „Fliesenleger“. Aussicht auf eine Anstellung habe ich sicher nur in Holland, der Schweiz oder in Österreich, nur eben in meiner Heimat nicht. Ich bin verheiratet, habe ein Haus und einen 15-jährigen Sohn, meine Tochter lebt in München. In meiner Freizeit bin ich Jugendleiter beim Fußballverein in Bad Schandau und Gemeinderat in der Gemeinde „Porschdorf“. Eine auswärtige Arbeitsaufnahme würde Einschnitte mit sich bringen.

Dazu kommt noch, dass ich mich in den letzten Monaten sehr bemüht habe (etwa 100 Bewerbungen), mich beruflich neu zu orientieren. Das ist mir auch in einer sehr zukunftsträchtigen Branche gelungen, und ich hätte eine große Chance auf einen Job beim Unternehmen „Silicon Saxony“ in Dresden. Der Eignungstest und das ärztliche Gutachten waren positiv. Um mir das dazu nötige Know-how anzueignen, könnte ich mit sofortiger Wirkung an einem Qualifizierungslehrgang bei der Firma „qfmd GmbH“ teilnehmen. Ich habe am 14. April 2005 einen Antrag bei meiner zuständigen Arbeitsagentur in Pirna gestellt, der am darauf folgenden Tag telefonisch abgelehnt wurde. Begründung: Ich bin auf Grund einer schon erhaltenen Förderung, die liegt allerdings Jahre zurück, nicht mehr förderfähig und derzeit werden nur Arbeitnehmer, die aus der Sozialhilfe ohne Berufsabschluss kommen, gefördert. Ich habe gegen diese Ablehnung einen Einspruch eingelegt, habe aber wenig Hoffnung auf Erfolg.

* Der Name wurde geändert, der Autor ist der Redaktion bekannt.