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Bernd Nitzsche aus Riesa schreibt über eine Versammlung der Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen: Lockere Erklärung zu ernstem Thema Am 11. November trafen sich 24 Mitglieder der Kreisorganisation Riesa des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen e.

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Bernd Nitzsche aus Riesa schreibt über eine Versammlung der Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen:

Lockere Erklärung zu ernstem Thema

Am 11. November trafen sich 24 Mitglieder der Kreisorganisation Riesa des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen e. V. (BSVS) zu ihrer Mitgliederversammlung im Hotel „Saxonia“ Riesa. Nach ausführlichen Informationen der Kreisvorsitzenden Ulrike Barthel zur 5. Landesdelegiertenkonferenz und zu den Wahlen des Landesvorstandes im BSVS sowie zu möglichen Änderungen in der Organisationsstruktur nach der anstehenden Kreisreform in Sachsen begrüßten wir Herrn Conrad von der Feuerwehr Riesa sehr herzlich. Seine Ausführungen zur Arbeit der freiwilligen Wehr und der Berufsfeuerwehr waren interessant und informativ. Auch die Nachwuchssorgen der freiwilligen Feuerwehren kamen zur Sprache.

Sehr geschickt hatte Herr Conrad darauf verzichtet, seine Ausführungen nach „Paukerart“ zu gestalten. So war er jederzeit bereit, alle Zwischenfragen zu beantworten, womit der Nachmittag bei allem Ernst der Thematik recht aufgelockert war.

C. Selke, A. Schröter, Pr. Triems und D. Manitz berichten über eine Fahrt nach Bautzen ins ehemalige Stasigefängnis:

Interessante Fakten für das Projekt

Vor kurzem unternahmen wir als Arbeitsgruppe von Schülern des Städtischen Gymnasiums Riesa eine Exkursion in das ehemalige berüchtigte Stasigefängnis in Bautzen. Grund für unser Interesse sind Informationen, die wir zum Thema „Verfolgte des Stalinismus und Opfer begangenen Unrechts während der DDR- Zeit“ im Rahmen dieses Projekts benötigen.

Nahezu jedem ehemaligen DDR- Bürger ist das so genannte „Gelbe Elend“ in Bautzen ein Begriff. Doch dass es neben diesem Gefängnis für Schwerverbrecher (Bautzen 1) auch eines speziell für politische Häftlinge gab, ist in Zeiten der DDR möglicherweise nur erahnt worden bzw. völlig unbekannt gewesen. Grund dafür war das jahrelange Bemühen der Staatssicherheit der DDR, das Häftlingslager „Bautzen 2“ mit überwiegend politisch Inhaftierten vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

Die Geschichte von „Bautzen 2“ fing schon in der Zeit des Dritten Reiches an, als man Feinde und Gegner der nationalsozialistischen Diktatur aus der Öffentlichkeit entfernte. Ab 1956 nutzte die Stasi das Gefängnis, um Fluchthelfer, Kritiker der sozialistischen Denkweise, Spione und Kriminelle mit ehemals hohen Positionen zu inhaftieren. Zu der Tatsache, unschuldig im Gefängnis zu sitzen, kamen ab den 50-er Jahren bis in die 70-er hinein noch unmenschliche Haftbedingungen hinzu. Kälte im Winter mangels Heizmöglichkeiten und Hunger setzten den Eingesperrten zu. Später modernisierte man schrittweise das Gefängnis.

Nach all dem, was wir bei unserem Besuch in „Bautzen 2“ erfahren haben, fragten wir uns, wieso dies niemand von der Zivilbevölkerung mitbekommen hat. Das wollten wir von der Mitarbeiterin des Museums, die uns bei der Führung begleitete, wissen. Die Antwort war überraschend und logisch zugleich: Zum einen grenzten hohe Mauern das Gebäude von dem umliegenden Wohnviertel ab. Das Gelände war von außerhalb also nicht einsehbar. Zum anderen waren die Gefangenentransporte, mit denen neue Insassen in das Gefängnis gebracht wurden, mit harmlosen Aufschriften wie „Fisch – frisch auf den Tisch“ getarnt.

Im Zuge der Wende wurde „Bautzen 2“ 1992 geschlossen. Viele ehemalige Gefangene, außer den wirklich Kriminellen, wurden rehabilitiert und freigelassen. Für uns als Projektgruppe war diese Fahrt lehrreich und interessant.

Chris Strehle und Christine Schulze aus Riesa schreiben:

Ein Dankeschön

an die Feuerwehr

Wir, das Riesaer Stadtprinzenpaar – Prinz Chris I. und Prinzessin Christine I. – möchten uns bei der Feuerwehr Stadt-Riesa für die Bereitstellung eines Löschfahrzeuges der Freiwilligen Feuerwehr Weida und bei den Kameraden M. Rohloff und M. Tietze bedanken. Durch ihre Unterstützung war es uns möglich, mit einem Löschfahrzeug zur Schlüsselübergabe am 11. 11. vor das Rathaus der Stadt Riesa zu fahren.

Meinungsäußerungen an: Sächsische Zeitung, 01587 Riesa, Hauptstraße 56. Im Interesse der Wiedergabe möglichst vieler Leserbriefe behalten wir uns das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor. Für eventuelle Rückfragen ist die Telefonnummer nützlich. Bei E-Mails an [email protected] bitte die Adresse angeben.