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Zum Beitrag „Stadtwerke ziehen vor Gericht“ (SZ vom 18.10.) schreibt Karl-Heinz Ruhl aus Riesa: Was macht der Aufsichtsrat? Im August erhielten die Riesaer Stadtwerke von der Landeskartellbehörde eine Anordnung, wegen überhöhter Tarife 166 000 Euro an die Gaskunden zurückzuzahlen.

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Zum Beitrag „Stadtwerke ziehen vor Gericht“ (SZ vom 18.10.) schreibt Karl-Heinz Ruhl aus Riesa:

Was macht

der Aufsichtsrat?

Im August erhielten die Riesaer Stadtwerke von der Landeskartellbehörde eine Anordnung, wegen überhöhter Tarife 166 000 Euro an die Gaskunden zurückzuzahlen. Menschen mit Anstand und Würde, die für die Ursache dieser Meldung verantwortlich sind, hätten ihren Hut genommen beziehungsweise bei keinem persönlichen Verschulden die Sache schnellstmöglich bereinigt. Nicht so die Geschäftsleitung der Stadtwerke. Aus verletzter Eitelkeit zieht man vors Gericht und gibt zusätzlich Tausende Euros für Anwaltskosten und unter Umständen Gerichtskosten aus. Ist den Damen und Herren der Geschäftsleitung der Stadtwerke überhaupt klar, dass sie nicht Eigentümer der Gas- und Strombeiträge sind, sondern Treuhänder und dementsprechend ihre Entscheidungen zu überdenken haben. Diese Überheblichkeit lässt mich bei der oben angeführten Entscheidung daran zweifeln. Nicht erkennbar ist für mich auch die Haltung des Aufsichtsrates, was wiederum die Frage aufwirft: Wie ist die Kontrolltätigkeit dieser Damen und Herren speziell bei der Tarifgestaltung?

Claudia Lange aus Riesa schreibt:

Hoher Praxisanteil

beeindruckt

Wie in jedem Schuljahr starteten wir auch diesmal Mitte September mit 14 Schülern aus den naturwissenschaftlichen Leistungskursen des Städtischen Gymnasiums Riesa zu einem zweitägigen Schnupperstudium an die Bergakademie Freiberg. Auf dem Plan standen vier Veranstaltungen von je drei Stunden. So erfuhren wir etwas über Kraftstofferzeugung aus alternativen Rohstoffen, hörten einen Vortrag mit Praktikum zum Thema „Glas und Emaille“ und besuchten das Institut für Biowissenschaften, um mehr über die Biotechnologie im täglichen Leben und Bakterien im Dienst der Umwelt zu erfahren.

Das Schülerlabor Werkstattwissenschaften war ein weiterer Programmpunkt. Der hohe Anteil an Praktika und anschaulicher Demonstration beeindruckte uns besonders. Interessant waren auch die Einblicke in aktuelle Forschungen oder ganz praktische Dinge, wie die Erkennung von Münzen im Automaten anhand der Leitfähigkeit der speziellen Legierung, die Oberflächenbeschaffenheit verschiedener Legierungen, und oder die Methanherstellung durch Bakterien als Energierohstoff der Zukunft.

Außerdem blieb genügend Zeit, die Stadt mit ihren kulturellen Möglichkeiten kennenzulernen.

Sehr schön waren auch das gemütliche Beisammensein und die lockere Atmosphäre am Abend. Durch nichtschulische Gespräche und einige Witze unseres Lehrers haben wir uns wieder ein bisschen besser kennengelernt. Auch wenn wir uns einige Male verlaufen haben und in Freiberg nun mehr Straßen kennen, als uns lieb ist, hat es allen gefallen, und wir können es nur weiterempfehlen.

Meinungsäußerungen an: Sächsische Zeitung, 01587 Riesa, Hauptstraße 56. Im Interesse der Wiedergabe möglichst vieler Leserbriefe behalten wir uns das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.