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Großes Lob fürdie Musikschule Vor einer Woche gestaltete die Musikschule Bautzen ein sehr erfolgreiches Porträt-Konzert mit zahlreichen Stücken von mir. Aber nicht diese sollen hier im Mittelpunkt stehen,...

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Großes Lob fürdie Musikschule

Vor einer Woche gestaltete die Musikschule Bautzen ein sehr erfolgreiches Porträt-Konzert mit zahlreichen Stücken von mir. Aber nicht diese sollen hier im Mittelpunkt stehen, sondern das Engagement und die Leistungen der Musikschüler und ihrer Lehrer, die ein großes Lob verdienen. Das gilt auch für die souveräne Vorbereitung und Leitung des gesamten Projekts durch Margitta Luttner.

Das zahlreich erschienene Publikum folgte den Darbietungen sehr aufmerksam und spendete den jungen Sängerinnen, Sängern und Instrumentalisten reichlich Beifall. Selbstverständlich habe auch ich mich darüber sehr gefreut. Bei dem überwiegend heiter gestimmten Abend sind vielleicht auch manchem Zuhörer, ähnlich wie mir, ernstere Gedanken gekommen.

Angesichts der vielen negativen Meldungen über unsoziales oder gar kriminelles Verhalten von Kindern und Jugendlichen bekommt doch so ein gelungenes Konzert einen doppelten Wert. Konnte man doch hier auf beglückende Weise erleben, wie gemeinsames Musizieren zunächst große Anstrengungen erfordert, dann aber auch einen gemeinsam erlebten Erfolg ermöglicht. Hier verfügt die Musikschule über ein außerordentlich wertvolles Potenzial, das es weiterhin zu nutzen und zu fördern gilt. Das Bautzener Konzert einschließlich meiner vorherigen Probenbesuche hat mir gezeigt, dass die Kinder und Jugendlichen gern zu ihren Unterrichten und Proben gehen. Bei allen Forderungen spüren sie, dass ihnen von ihren Lehrern Wohlwollen und Vertrauen geschenkt wird, was ihrer Freude am gemeinsamen Musizieren zugute kommt.

Es sind ja schon seit der Antike so viele gute Gedanken über den Wert des Musizierens geäußert worden. Und jedes Mal, wenn die Richtigkeit dieser Erkenntnisse durch singende und musizierende Kinder und Jugendliche bestätigt wird, haben wir nicht nur Anlass zu Freude und Dankbarkeit, sondern sollten uns weiterhin verpflichtet fühlen, die musikalische Ausbildung in bester Qualität (und mit angemessenen Gebühren!) zu ermöglichen.

Rainer Lischka, Dresden

Ein toller Tag im Sorbischen Museum

Vor kurzem hatten wir Sorbisch-Schüler der Klassen drei und vier der Grundschule Großdubrau einen Projekttag, der uns ins Sorbische Museum nach Bautzen führte. Wir fuhren dorthin gemeinsam mit Lehrern und Schülern unserer polnischen Partnerschule Nowogrodziec. Als wir im Museum angekommen waren, hat uns Frau Dr. Bruk erklärt, was man sich alles anschauen kann. Danach hat sie uns zu den sorbischen Trachten geführt. In diesem Raum wurden wir in zwei Gruppen geteilt. Die eine Gruppe hat sorbische Trachten nachgezeichnet. Die andere Gruppe konnte in einem Film sehen, wie die Sorben die Ostereier verzieren. Anschließend sind wir in ein Zimmer gegangen, in dem wir sorbische Osterbräuche betrachten konnten. In jedem Zimmer wurde uns etwas erklärt. Alte Schul- und Spielsachen sowie sorbische Sagenfiguren, zum Beispiel Krabat und die Mittagsfrau, besichtigten wir auch. Zum Schluss waren wir in einem Raum, in dem sorbische Festtagstrachten ausgestellt waren.

Nach dem Museumsbesuch hatten wir Hunger. Für unser leibliches Wohl sorgte das Sorbische Restaurant „Wjelbik“. Wirtin Veronika Mahling begrüßte uns nach sorbischem Brauch mit Brot und Salz. Das Essen im „Wjelbik“ hat sehr lecker geschmeckt. Nach dem Essen haben wir uns von unserer polnischen Partnerschule verabschiedet. Es war für uns ein sehr schöner Tag.

Til Kowalsky, Großdubrau

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