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Leserbriefe

Zu „Stadt plant neue Regeln am Stausee“, 16.7., S.17, schreibt Albrecht Bockisch aus Bautzen: Niemand hat Bautzens Stadtverwaltung kritisiert Als Moderator der zitierten „CDU-Veranstaltung“ bin ich genötigt, auf Folgendes hinzuweisen: Journalistische Wahr-Nehmung hat zwingend mit Wahrheit zu tun.

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Zu „Stadt plant neue Regeln am Stausee“, 16.7., S.17, schreibt Albrecht Bockisch aus Bautzen:

Niemand hat Bautzens Stadtverwaltung kritisiert

Als Moderator der zitierten „CDU-Veranstaltung“ bin ich genötigt, auf Folgendes hinzuweisen: Journalistische Wahr-Nehmung hat zwingend mit Wahrheit zu tun. Kein einziger Teilnehmer der Veranstaltung hat die Stadtverwaltung in ihrem Handeln kritisiert. Der Berichterstatter bleibt auch Konkretes schuldig.

Die Kritik einer Teilnehmerin an der Negativdarstellung der Schulessenproblematik richtete sich an die Medien, ausdrücklich nicht an die Verwaltung. Gleichzeitig wurden die CDU-Gremien gebeten, etwas für die bessere Darstellung in der Presse zu tun. Dass dies mehrere Teilnehmer zum Hinweis auf die Pressefreiheit veranlasste, ist dem Berichterstatter offenbar entgangen. Die immer nur als „eine CDU-Veranstaltung“ deklarierte Veranstaltungsreihe ist ein Stammtisch, kein parlamentarisches Gremium. Mitglieder und interessierte Bürger haben anhand der vorgeschlagenen oder vorgetragenen Themen Gelegenheit zu Information, Fragen, Diskussion. Dass dies auch von ehemaligen Amtsträgern – wie dem früheren Bautzener Finanzbürgermeister Rolf Scheibe – genutzt wird, die aktuelle Situation aus ihrer Sicht zu werten, ist legitim. Im überregionalen Teil der SZ war am selben Tag ein Interview mit dem ehemaligen sächsischen Justizminister zu lesen. Von dessen Dezenz und Distanz zur beendeten Tätigkeit war man gemahnt, sich eine Scheibe abzuschneiden.

Zu „Stadt informiert im Internet über Bau der Westtangente“, 15.7., S.17, schreibt Siegfried Rössel aus Bautzen:

Denkmale entlang der Westtangente bewahren

Es ist erfreulich, wenn die Stadtverwaltung auch über das Internet zur Westtangente informieren will. Sie sollte jedoch beachten: Nicht alle Menschen, besonders Ältere, haben einen Internetanschluss. Wichtiger wäre zudem, wenn es jemanden gäbe, der für die Stadt die Natur- und Geschichtsprobleme im Baubereich koordiniert. Das können weder die Baubetriebe noch die Firma Deges als Fremdbetrieb im Bautzener Raum.

Die einzige Denkmalspflegerin für Bautzen hat wohl alle Hände voll zu tun, um die geschützten Bauten und Flächen der Innenstadt zu schützen. Wer ist also der städtische Ansprechpartner für offene Natur- und Geschichtsfragen, die außerhalb der inneren Stadt liegen? Zum Beispiel: Wie kann die letzte etwa 200 Jahre alte Steinbank vom früheren Schießstand an der südlichen Spree gesichert werden. Im Moment stehen die Einzelteile ausgebaggert an einem Baum . Vielleicht könnte sie wieder am Ursprungsort aufgestellt werden.

Leserbriefe geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion wieder. Sie sind persönliche Meinung der Schreiber. Im Interesse der Wiedergabe möglichst vieler Meinungen behalten wir uns das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.