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Leserbriefe

Gaby Langmann, Leiterin der Stadtbibliothek Pirna, und Ulrike List, Teamleiterin Schule und Jugend, schreiben zu „Pirna schränkt die freie Schulwahl ein“ (23. Juli): Goethe-Mittelschule arbeitet sehr engagiert Die Voreingenommenheit gegenüber der Goethe-Mittelschule Pirna können wir nicht teilen.

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Gaby Langmann, Leiterin der Stadtbibliothek Pirna, und Ulrike List, Teamleiterin Schule und Jugend, schreiben zu „Pirna schränkt die freie Schulwahl ein“ (23. Juli):

Goethe-Mittelschule arbeitet sehr engagiert

Die Voreingenommenheit gegenüber der Goethe-Mittelschule Pirna können wir nicht teilen. In den letzten Jahren arbeiteten wir intensiv mit den Schülern besonders der Klassen 5 bis 7 zusammen und trafen auf eine offene Lernatmosphäre und ein engagiertes Lehrerkollegium. Deutlich ist zu spüren, dass an dieser Schule die Kinder keine Nebensache sind. Die Schulleiterin Bärbel Merker hat frühzeitig disziplinarische Probleme, wie sie nicht nur an dieser Schule bestehen, erkannt und eine Schulsozialpädagogin eingestellt.

In Gesprächen mit den Schülern erfahren wir immer wieder, wie wohl sie sich mitten im Stadtzentrum fühlen und welche Vorteile der zentrale Standort und die tollen schulischen und außerschulischen Angebote dieser Schule bieten.

Karla Möller aus Pirna schreibt zum Artikel „Pirna lässt wertvolles Baumeisterhaus verfallen“ (SZ vom 16.Juli):

Viele Erinnerungen

hängen am Scheunenhof

Der Scheunenhof ist nicht nur kulturgeschichtlich sehr von Bedeutung. Es gibt auch viele persönliche Erinnerungen. Mein Vater ist in diesem Haus 1920 geboren worden. Meine Großeltern haben bis zu ihrem Tod darin gewohnt. Auch ich habe fast meine ganze Kindheit im Seitengebäude gelebt. Für uns Kinder (immerhin waren wir in den 1950er-Jahren 15Kinder von sechs Familien) war es ein kleines Paradies mitten in der Stadt. Es gab auch schwere Einzelschicksale. Eine alte Mutter stand täglich am Hausflurfenster und wartete, dass ihr Sohn doch noch aus dem Krieg zurückkehrt. Ein älteres Ehepaar war 1945 in Dresden ausgebombt, kam nach Pirna und wurde beim Angriff auf Pirna wieder Opfer dieses Wahnsinns. 1957 mussten sie dann erleben, wie ihr bisschen Hab und Gut in den Fluten des Hochwassers unterging. Ich hoffe, dass der Scheunenhof erhalten bleibt. Der derzeitige Anblick stimmt mich jedesmal traurig.