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Leserbriefe

Zum Beitrag „Gefahr von Masern steigt“, SZ vom 20./21. Juli: Nur eine kurzsichtige, inkompetente Gesundheitspolitik kann auf die Idee kommen, Minderjährige aus ländlichen Gebieten von dieser Facharztbetreuung abzunabeln.

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Zum Beitrag „Gefahr von Masern steigt“, SZ vom 20./21. Juli:

Persönliche Freiheit

hat auch ihre Grenzen

Nur eine kurzsichtige, inkompetente Gesundheitspolitik kann auf die Idee kommen, Minderjährige aus ländlichen Gebieten von dieser Facharztbetreuung abzunabeln. Mann kann Chefarzt Dr. Gottschalk nur beipflichten, bei vielerlei medizinischen Maßnahmen mag die Entscheidung unterschiedlich ausfallen, bei Impfungen allgemein und der Masernimpfung speziell ist die Datenlage bezüglich von Nutzen und Risiko selbst für Skeptiker von statistischen Aussagen eindeutig. Eine Institution, die keine vordergründigen merkantilen Interessen bei ihren Entscheidungen verfolgt, ist das Robert Koch-Institut, als Bundesbehörde mit dessen ständiger Impfkommission.

Persönliche Freiheit findet dort ihre Grenze, wo zum Beispiel durch das Unterlassen einer allgemein anerkannten Schutzmaßnahme, dieses kann man bezüglich der Masernimpfung zweifelsohne feststellen, grob fahrlässig Schaden für Schutzbefohlene billigend in Kauf genommen wird oder Mitmenschen gefährdet werden, beides trifft bei Verweigerung dieser Immunisierung zu. Wie lange will die Legislative untätig sein, ignorant, unwissend oder beides?

MR Dr. Rudolf Grzegorek, 02826 Görlitz

Zum Beitrag „Wenn Breslau feiert ist Görlitz dabei“, SZ vom 23. Juli:

Einen Wirtschaftsraum Niederschlesien schaffen

Erfreulich, dass man in der größten niederschlesischen Stadt im Freistaat Sachsen langsam die Herausforderungen erkennt, die der europäische Vereinigungsprozess beinhaltet. Es betrifft nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Görlitz und Wroclaw in den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, sondern auch die historisch notwendige Zusammenarbeit zwischen Niederschlesien als Teil der Bundesrepublik und Niederschlesien östlich der Neiße. Dies hat mit der Zielstellung zu erfolgen, beide Gebiete grenzüberschreitend zu einem gemeinsamen deutsch-polnischen Wirtschaftsraum zusammenzuführen. Dieser wäre eine solide Grundlage, den Status eines deutsch-polnischen Fördergebietes von der EU zu erhalten. Unstrittig kommt der Unterstützung Elektrifizierung der Bahnstrecke von Dresden nach Wroclaw durch die EU eine große Bedeutung zu.

Dr. med. Jürgen Wenske, 02826 Görlitz

Zum Schmuck der Gedenktafel an die Opfer des 17. Juni 1953 am Postplatz:

Kletterpflanze statt frischer Blumen oder Kränze

Ich bin noch immer der Meinung, dass man statt frischer Blumen oder Kränze beispielsweise im Herbst zu beiden Seiten der Tafel eine dauerhafte Kletterpflanze (winterfest) einlassen könnte. Das Entfernen einiger Pflastersteine dürfte kein Problem sein und auch die Denkmalbehörde würde dem bestimmt zustimmen. Derzeit ist die Gedenktafel so gestaltet, dass kaum jemand von ihr Notiz nimmt, was bestimmt nicht Sinn der Sache ist.

Im Stadtrat sollte dieses Thema endlich angesprochen werden, damit sich im kommenden Jahr etwas ändert. Bei nächster Gelegenheit werde ich dies auch Oberbürgermeister Deinege vorschlagen.

Helga Zeuner, 02826 Görlitz