SZ +
Merken

Leserbriefe

Das sind nur einige Folgen für die Menschen hier in der Region Dreiländereck Ost durch die Entscheidungen pro Vogtlandbahn für die Bahnstrecken Görlitz-Dresden und Zittau-Dresden: Mitarbeiter der Deutschen Bahn in einer der strukturschwächsten Regionen Deutschlands bangen um ihre Arbeitsplätze.

Teilen
Folgen

Schöne Häuser sind nicht alles, auch die Bahn ist wichtig

Das sind nur einige Folgen für die Menschen hier in der Region Dreiländereck Ost durch die Entscheidungen pro Vogtlandbahn für die Bahnstrecken Görlitz-Dresden und Zittau-Dresden: Mitarbeiter der Deutschen Bahn in einer der strukturschwächsten Regionen Deutschlands bangen um ihre Arbeitsplätze. Angehörige von schwer kranken Menschen, die sich meist lange Zeit in Spezialkliniken (zum Beispiel in Leipzig) zur Behandlung aufhalten müssen, können zu Besuchszwecken nicht mehr die Sonderangebote der Deutschen Bahn nutzen. Eltern, Großeltern, welche mit ihren Kindern und Enkelkindern die Freizeitangebote der DB nutzen wollen, werden ebenfalls von diesen ausgeschlossen, Jugendliche und Erwachsene, die Kultur- und Sportangebote im „ferneren“ Sachsen besuchen möchten, werden spürbar finanziell benachteiligt, Umweltbelastungen steigen durch die wieder verstärkten Pkw-Nutzungen.

Die Entscheidung pro Vogtlandbahn ist gegen die hier lebenden und sehr oft (meist?) für wenig Geld arbeitenden Menschen gerichtet. Wir waren unendlich traurig, als uns unsere Kinder und Enkelkinder der Arbeit wegen vor Jahren verließen und sich hunderte Kilometer entfernt eine verhältnismäßig sichere Zukunft aufbauten. Heute sagen wir ihnen, so gern wir sie bei uns hätten, dass ihre damalige Entscheidung richtig war und für sie hier in ihrer Heimat noch immer keine wirklich lebenswerte Perspektive besteht. Hervorragend restaurierte Bürgerhäuser und neue Pendlerparkplätze sind eben längst nicht alles, was für Menschen Lebensqualität bedeuten.

Egbert Weise, Bautzen

Zum Leserbrief „Parkfrust in der Bautzener Innenstadt“, 27, Juli, Seite 14, schreibt Udo Ehlers aus Bautzen:

Der liebe Gott guckt bei Falschparkern nicht hin

Seit vielen Jahren wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Nach Anfrage bei den Ordnungshütern wurde mir berichtet: Es liegt im Ermessen der Kontrolleure! Wie toll, an Sonntagen (Gottesdienst) steht der Platz immer voller Autos, man sollte da die Schilder zuhängen. Der liebe Gott und die Bautzener Ordnungshüter drücken da wahrscheinlich ein Auge zu. Sinnvoll also, an Sonntagen das Auto dort abzustellen. Leider ist da kein Markttreiben.