merken
PLUS

Leserbriefe

Horst Schiermeyer, Sprecher Stadt- und Regionalverband B’90/Grüne Zittau: Die Anwohner der B178 in Herrnhut werden sich freuen, wird sich der Fernverkehr durch ihr schönes Städtchen doch verringern....

Horst Schiermeyer, Sprecher Stadt- und Regionalverband B’90/Grüne Zittau:

300 Millionen Euro für

fünf Minuten Zeitersparnis

Die Anwohner der B 178 in Herrnhut werden sich freuen, wird sich der Fernverkehr durch ihr schönes Städtchen doch verringern. Allerdings ist ein Großteil des Verkehrs auf der B 178 Regionalverkehr und wird daher auf der alten B 178 bleiben. Nicht so freuen werden sich künftig die Anwohner an der B 96 und Zubringerstraßen in Niederoderwitz, Mittelherwigsdorf und Zittau-West. Das ist die schnellste und kürzeste Verbindung von der neuen Anschlussstelle nach Zittau und ins Gebirge. Wann das fehlende Teilstück bis Oberseifersdorf gebaut wird, ist unklar, weil die Straßenbaubehörde eine fehlerhafte Planung vorgelegt hatte. Und die Anwohner an der B 96 können nur hoffen, dass der Bund dann noch Geld für den Straßenneubau zur Verfügung stellt. Grüne und B-178-Ausbaubefürworter hatten seit den 90er Jahren vorgeschlagen, die in weiten Teilen frei und gerade durch die Landschaft verlaufende B 178 auszubauen mit Überhol- und Abbiegespuren und ortsnaher Umfahrung Herrnhuts. Der Ausbau wäre in weiten Teilen in Hinsicht auf Planungsrecht und Grunderwerb sehr einfach gelaufen. Komplizierter wäre die Ortsumfahrung Herrnhut geworden, aber die Probleme wären lösbar gewesen und der Straßenausbau seit Jahren fertiggestellt. Der Routenplaner gibt jetzt einen Vorteil von zwei Minuten für die Strecke nach Bautzen-Ost über die B 178n und Weißenberg gegenüber der alten Strecke B 178/B 6 durch Löbau an. Wenn die Straße fertig ist, werden es circa fünf Minuten Zeitersparnis sein. Rund 300 Millionen Euro wird das dann gekostet haben für fünf Minuten Zeitgewinn – den man mit dem Ausbau von B 178 und B 6 schon Jahre früher hätte haben können.

TOP Jobs
TOP Jobs
TOP Jobs

Finden Sie bei Top Jobs jetzt Ihren Traumjob in der Region! Attraktive Arbeitgeber Ihrer Region suchen Sie!

Thomas Schmidt aus Großschönau schreibt zu dem Artikel „Weniger Geld für junge Leute“ in der SZ am 27. November, Seite 13, folgende Zeilen:

Kein Geld für die Jugend,

aber für die Asylbewerber

Die Jugendarbeit soll um zehn Prozent gekürzt werden. Betroffen wären auch die Hillersche Villa und viele andere Projekte. Landrat Bernd Lange wurde aufgefordert zu prüfen, ob 220 000 Euro mehr aufgewendet werden können, um diese beschämenden Missstände im Rahmen zu halten. Im krassen Gegensatz dazu hat Sachsens Finanzminister 15 Millionen Euro für die Unterbringung von Asylbewerbern zugesagt. Das Geld soll noch in diesem Jahr fliesen. Wie passt das zusammen? Mit Sicherheit haben einige Leute die passende Antwort darauf!