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Leserbriefe

Zu „Niederlage nach Punkten“, 4.Dezember, sowie weiteren Veröffentlichungen zum Thema Ukraine und EU-Annäherung In der Niederlage erkennt man manchmal die Größe eines Menschen. Nicht so bei Dr. Eisenfaust, er macht weiter.

Zu „Niederlage nach Punkten“, 4. Dezember, sowie weiteren Veröffentlichungen zum Thema Ukraine und EU-Annäherung

Die Ukraine hat fruchtbare

Böden und Kohle zu bieten

In der Niederlage erkennt man manchmal die Größe eines Menschen. Nicht so bei Dr. Eisenfaust, er macht weiter. Nur, wer hat ihm dazu geraten? Seine sportlichen Weggefährten sicher nicht. Er ist auch nicht so dumm zu erkennen, dass die EU keine Wohlfahrtsgesellschaft ist. Länder wie Griechenland, Portugal, Spanien, Rumänien und Bulgarien sind das Armenhaus Europas. Aber die Ukraine hat fruchtbare Böden und die Kohle vom Donbass zu bieten. Vor allem ist sie ein Absatzmarkt von etwa 50 Millionen Verbrauchern. In der jüngeren Geschichte gehörte die Ukraine zum Staatsgebiet der SU. Russland ist es auch nicht egal, wenn im Gefolge der EU die Nato am Don ihre Armeen stationiert. Dr. Klitschko müsste das eigentlich wissen.

Garten
Der Garten ruft
Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

Peter Pöschmann, Döbeln

Frau Timoschenko wird

doch nur vorgeschoben

Der Kommentator spricht es so an, wie es viele sehen, Regierungsparteien ausgenommen. Wieso verurteilt man bei den Russen etwas, was die westliche Seite schon lange macht? Warum sprechen die Medien und die Politiker nicht an, dass es noch einen großen Teil der ukrainischen Bevölkerung gibt, welcher lieber eine intensivere Verbindung zu Russland möchte? Frau Timoschenko wird doch nur vorgeschoben. Es wird nicht darüber geschrieben, dass sie im westlichen Sprachgebrauch eine Oligarchin ist. Übrigens, ich kann in diesem Falle die Russen gut verstehen. Unter dem Vorwurf einer Nichtdemokratie oder korrupten Wirtschaft versucht der Westen, mit allen Mitteln seine Interessen langsam aber sicher in der Ukraine durchzusetzen. J. Kuhls, Dresden

EU sollte für eine Stabilisierung der Lage in Osteuropa sorgen

Die Ukraine ist ein gespaltenes Land. Während der westliche Teil seit Jahrhunderten eher dem Westen zugeneigt ist (er war lange Zeit polnisches Gebiet und Teile über 120 Jahre sogar Habsburger Land), tickt der Osten mehr russisch. Versuche, mit im Westen ausgebildeten Sympathisanten wie Juschtschenko oder neuerdings auch Klitschko das Blatt zugunsten des Westens zu wenden, sind bisher gescheitert. Fast dilettantisch erscheint in diesem Kontext auch das Ultimatum wegen der umstrittenen Frau Timoschenko. Die EU sollte nicht auseinanderdividieren, sondern alles daransetzen, um gemeinsam mit der Ukraine, Polen und Russland für eine Stabilisierung der Lage im Osten Europas zu sorgen. Kraftmeierei verkennt das tatsächliche Kräfteverhältnis, sie schadet der EU und dem friedlichen Zusammenleben in dieser Region.

Dr. Dietrich Noack, Rabenau

Viele Ukrainer stehen hinter

der Entscheidung ihres Landes

Wieso mischen wir uns immer in die Entscheidungen anderer Länder ein? Zumal es dieses Mal eine Art und Weise ist, die man als höchst abwegig bezeichnen könnte. Jedes Land sollte seinen Weg ohne äußere Einmischung gehen dürfen. Aber hier geht es um die Osterweiterung. Da wird man in Europa sensibel, da wird auch das Mittel der Erpressung angewendet. Man sollte den Ländern ehrlicherweise auch die Nachteile aufzeigen, die eine Mitgliedschaft in der EU mit sich bringt. Beispiele dafür gibt es genug. Mich ärgert auch, dass man in den Medien in der Regel nur die Meinungen der Gegner der ukrainischen Regierung bringt. Viele Ukrainer stehen nämlich hinter der Entscheidung ihres Landes.Johanna Heinrich,

Oberseifersdorf

Den Erpressungsversuch

der EU abgelehnt

Wie Frau Timoschenko jetzt bestätigt, geht es bei ihr nicht einmal um ihre Gesundheit. Welche Person eine marktkonforme Demokratie und das Vertrauen der Märkte statt das Wohl der Bevölkerung erreichen will, möchte natürlich nicht, dass Wirtschaftskriminelle zur Verantwortung gezogen werden. Die freiheitsliebende Ukraine hat den Erpressungsversuch der EU abgelehnt. Stattdessen möchte sie eine möglichst gleichberechtigte Partnerschaft mit Russland und der EU.

Uwe Schnabel, Coswig