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Leserbriefe

Zu „Der Hotelgast zahlt jetzt 1,30 Euro Kurtaxe“in der SZ vom 22. November: Damit die Stadt ihr teures Rathaus finanzieren kann! Johann Tetzel, unweit von Dresden geboren, würde sich freuen, seinen Ablasshandel in neuer Form verwirklicht zu sehen.

Zu „Der Hotelgast zahlt jetzt 1,30 Euro Kurtaxe“
in der SZ vom 22. November:

Ein Bad ohne Kurbad,das Kurtaxe verlangt!

Damit die Stadt ihr teures Rathaus finanzieren kann! Johann Tetzel, unweit von Dresden geboren, würde sich freuen, seinen Ablasshandel in neuer Form verwirklicht zu sehen. Gratulation zu dessen Wiederentdeckung. Und dass das Geld der Kultur zufließen soll – wer’s glaubt, wird selig – Made in CDU und Johann Tetzel.Frank Höhnerbach, 09128 Chemnitz

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Wo sind dennunsere Kureinrichtungen?

Schafft es die sächsische Landeshauptstadt bis zum 1. Januar 2014, den Titel „Staatlich anerkannter Kurort“ zu erwerben? Denn nur so ist es üblich, von den Gästen Kurtaxen zu verlangen! Wo sind denn unsere Kureinrichtungen? Wir haben zwar wieder das Kurländer Palais sowie die Kurfürstenschänke an der Frauenkirche, auch der Weiße Hirsch besaß einmal den Status Kurbad. Auch unser sächsischer Kurfürst August verlangte keine Kurtaxe oder Eintritt für den Pillnitzer Park!

Auch der Verlust des Welterbetitels hatte zur Folge, dass der Touristenstrom in Dresden zunahm, also eine gute Gelegenheit, die Gäste noch ein wenig mehr abzuzocken und Herrn Vorjohanns Kassen aufzufüllen. Aber muss man denn so vermessen sein, das Kurtaxe zu nennen? Wäre nicht die Bezeichnung „Bettensteuer“ eher angebracht. Übrigens, ein Euro müsste auch reichen und nicht 1,30 Euro!

Wolfram Uhlig, Laubegast

Zum Interview „Autofahren ist noch zu preiswert“
in der SZ vom 26. November:

Verringern wird sich die Fahrzeugbelastung nicht

Selbstverständlich kann Professor Ahrens recht haben, keinesfalls aber hat er offensichtlich mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr diskutiert, denn dieses hat eine bereits von der Stadt im Ortskern von Cossebaude (testweise) zugesagte 30er-Strecke auf der B6 – mit dem Ziel der Erhöhung der Sicherheit und Verringerung der Lärmbelastung der dortigen Anwohner – abgelehnt. Solche Maßnahmen sind aber ausdrücklich in diesen Fällen auch für Bundesstraßen im genannten Verkehrsentwicklungsplan vorgesehen. Notwendig ist dies durch das erhöhte Verkehrsaufkommen nach Öffnung der Niederwarthaer Brücke geworden, auch wenn das einige B6-Nichtanwohner nicht so sehen. In 2014 wird voraussichtlich die Anbindung der Coswiger Gewerbegebiete an die Brücke erfolgen – verringern wird sich die Fahrzeugbelastung in Cossebaude dadurch nicht.

Helmke Stamm, Cossebaude

Vollgeparkte Kreuzungensind erhebliche Gefahrenquellen

Es fällt auf, dass Empfehlungen, Kosten zu erhöhen, meist von Leuten kommen, die wegen ihres relativ hohen Einkommens von Verteuerungen wenig berührt werden. Ich stimme Herrn Ahrens aber zu, dass erhebliche Gefahrenquellen allseitig vollgeparkte und dadurch kaum einsehbare Kreuzungen sind, die beseitigt werden müssen; das trifft z. B. besonders auch auf die Kreuzung Anton-Graff-Straße/Wallotstraße zu.

Reinhard Melzer, 01468 Moritzburg

Hohe Unfallzahlen bei Radlern

durch rücksichtslose Fahrweise

Das Interview mit Herrn Gerd-Axel Ahrens kann nicht unwidersprochen hingenommen werden. Allein die Aussage: „Autofahren ist noch zu preiswert“ und ein Pkw-Stellplatz in der Dresdener Innenstadt müsste mindestens bei 250 Euro pro Monat liegen sind bewusste Provokationen. Sie zeigen, wes Geistes Kind der Verkehrsexperte Ahrens ist. Im Übrigen überraschte uns die SZ ja bereits im Frühsommer dieses Jahres mit diesem Zitat, als die erneute Preisanhebung des ÖPNV in Dresden für den November schon vorgesehen und fast beschlossene Sache war. Herr Ahrens akzeptiert zwar, dass dies ein „politisch falsches Signal“ sei, er dafür aber Verständnis habe. Wo aber bleibt sein Widerspruch, der hier sehr angemessen wäre. Wenn dann noch das regelmäßige Überschreiten der Feinstaubbelastung in Dresden als Argument für Fahreinschränkungen angeführt wird, bleibt einem fast die Spucke weg. Herr Ahrens wohnt wahrscheinlich nicht in Dresden, sonst wüsste er von täglichen Einflüssen über offene Fenster, dass hier nicht Feinstaub und Abgase der Verbrennungsmotoren von Pkw und Lkw die Verursacher sind, sondern Flugasche und Feinstaubeinträge aus Ländern und Fabriken außerhalb – je nach Windrichtung.

Was die Schlussfolgerungen zur Zahlung weiterer Abgaben und einer entfernungsabhängigen Maut für Pkw betrifft, verweise ich auf den ADAC. Der Klub ist bei Herrn Ahrens sicher ein rotes Tuch, da dessen Wahrheit, dass die Autofahrer die „Melkkühe“ der Nation sind, nicht seine Meinung ist. Ein weiterer uriger Punkt der wackligen Argumentation des Verkehrsexperten Ahrens ist das nicht mehr auszuhaltende Gejammer über schlechte Fahrradwege usw. Die gestiegenen Unfallzahlen der Radfahrer gehen vorrangig auf deren rücksichtslose Fahrweise auf Fuß- und Radwegen sowie den Straßen zurück.

Ralf Kellner, Dresden