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Leserbriefe

Günter Lange aus Riesa schreibt zum Artikel „Gerecht, aber umstritten: Die Versicherung nach Fahrstil“ vom 3. Dezember Folgendes: Bereits vor zwei Jahren habe ich der Allianz-Versicherung vorgeschlagen,...

Günter Lange aus Riesa schreibt zum Artikel „Gerecht, aber umstritten: Die Versicherung nach Fahrstil“ vom 3. Dezember Folgendes:

Wer unfallfrei fährt,

zahlt die Zeche für alle anderen

Bereits vor zwei Jahren habe ich der Allianz-Versicherung vorgeschlagen, dass das Punktekonto von Flensburg zur individuellen Einstufung der Versicherungsprämie herangezogen werden soll. Die Typen- oder Regionalklassen belasten vor allem die Fahrer, die stets unfallfrei gefahren sind, da die Beiträge fast jährlich steigen. Bestes Beispiel ist der Beitrag in der SZ vom 2. Dezember mit dem Artikel „Acht Strafpunkte in drei Minuten“. Für solche Fahrer, die eine Straßenverkehrsordnung (StVO) gar nicht mehr beachten wollen und vorwiegend die Unfälle verursachen, zahlen nun weiterhin alle anständigen Fahrer die Zeche.

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Gerhard Förster von der Agrargenossenschaft „Unteres sächsisches Elbtal“ Kreinitz e. G. schreibt zum Artikel „Eine Insel im Fluss als Flutschutz“ vom 1. November Folgendes:

Den Flutschutz

den Experten überlassen

Vielen Dank für oben genannten Artikel, nimmt er sich doch eines Themas an, das viele Menschen im Elbland bewegt. Es ist einmal mehr ein Beitrag, bei dem sich ein „Hobbyhochwasserschützer“ zu Wort meldet. Dies sollte jedoch eher den dafür kompetenten Menschen überlassen werden. Das sind für mich nach wie vor die Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese für sachgerechte Hinweise zum Flutschutz jederzeit ansprechbar sind. Den im Artikel geäußerten Vorstellungen von Herrn Jacob vom Riesaer Wassersportverein kann ich in keinster Weise folgen.

In seinem Vorschlag geht es um eine zusätzliche Überflutungsfläche von etwa 100 Hektar zwischen Riesa und Göhlis. Bei einer angenommenen Einstauhöhe von einem Meter kann bei einem Durchfluss von 4 000 Kubikmetern pro Sekunde gerade einmal die Wassermenge von 250 Sekunden aufgenommen werden. Der Effekt ist vergleichbar mit dem eines Dammbruches, wodurch der Pegelanstieg nur kurzzeitig stagniert.

Dem Ziel eines nachhaltigen Hochwasserschutzes kommt man damit keinen Schritt näher. Dieser muss sich meines Erachtens vielmehr darauf ausgerichtet werden, ankommendes Wasser ohne große Hindernisse weiterfließen zu lassen, um damit Rückstaus zu verhindern. Dabei spielt die neue Staatsstraße 88 von Zeithain bis Kreinitz eine Schlüsselrolle.

Diese bewirkt in ihrer jetzigen Variante eine akute Verschärfung der Situation bei Extremhochwassern. Erschreckenderweise muss ich in diesem Artikel und vergleichbaren anderen von den „Gutmenschen“ der Grünen Fraktion immer wieder feststellen, wie leichtfertig mit unseren Lebensgrundlagen, dem sehr begrenzten Ackerland, umgegangen wird.

Nach wie vor werden in Deutschland täglich 100 Hektar davon entzogen und größtenteils versiegelt. Diesen Wahnsinn gilt es einzudämmen. Die nachfolgenden Generationen werden über unser Verhalten verzweifelt sein.

Die Visionen von einer Regattastrecke, einem Golfplatz für die Schönen und Reichen sowie zur Biotopentwicklung möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst kommentieren.