merken
PLUS

Leserbriefe

Ingolf Großmann, einstmals städtischer Weihnachtsmann, äußert sich zum Pirnaer Weihnachtsmarkt: Als 1996 nach meinem Abgang als Weihnachtsmann die Weihnachtsmärkte nur noch ein Schatten der bisherigen waren, habe ich geschwiegen.

Ingolf Großmann, einstmals städtischer Weihnachtsmann, äußert sich zum Pirnaer Weihnachtsmarkt:

Gedanken eines alten

Weihnachtsmannes

Als 1996 nach meinem Abgang als Weihnachtsmann die Weihnachtsmärkte nur noch ein Schatten der bisherigen waren, habe ich geschwiegen. Als ich aber am 1. Advent diese Lachnummer „Canaletto-Markt“ zu Gesicht bekam, regte sich mein Weihnachtsmanngewissen, diesmal keine Ruhe zu lassen. Der Veranstalter hat ja schon vorgebaut und den Begriff „Weihnachtsmarkt“ vermieden, dazu noch eine Frist von drei Jahren angekündigt. Als ich 1992 den Markt von der Firma Böhmer übernahm, hatte man sich keine Frist von mehreren Jahren gestellt, sondern der Markt stand vom ersten Tag an in voller Pracht. Eine große, weihnachtlich geschmückte Bühne – kein schwarzes Loch mit einem Weihnachtsbaum – und ein riesiger Adventskalender, dessen Türchen täglich von den Kindern geöffnet wurden, die dann das darin befindliche Geschenk erhielten. Als Weihnachtsmann war ich täglich von 10 bis 19 Uhr auf dem Markt. Mit vollem Sack und prall gefüllten Taschen.Den Vogel schießt aber in diesem Jahr die Weihnachtsbaumbeleuchtung ab. Amerika ist eingekehrt – was wäre dem Veranstalter als Begründung wohl eingefallen, wenn Pirna nicht zufällig die Stadtfarben gold-rot hätte? Ich bekomme Schüttelfrost, wenn ich daran denke, dass Pirna der Firma noch weitere zwei Jahre ausgeliefert ist.

Wandern
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt

Gerne an der frischen Luft und immer in Bewegung? Wanderwege, Tipps und Tricks finden Sie hier.

Zum gleichen Thema Gabriele Weinrich aus Pirna:

Warum tut man uns

das an?

Als ich dieses Jahr auf den Markt kam, war ich voll enttäuscht. Keine Ähnlichkeit mit den Märkten in Pirna, auf denen ich in den Neunzigerjahren mit meinen Enkeln war. Da konnte man kommen, wann mann wollte, der Weihnachtsmann war immer zu sprechen und hatte auch stets eine Kleinigkeit für die Kinder im Sack. Der Adventskalender war eine Pracht Voller Spannung lauschten sie Frau Holle, die Märchen erzählte. Warum ist man nicht in der Tradition geblieben und hat sich statt dessen so etwas einreden lassen?